Wie ich Vancouver Spezialist wurde…

Die malerisch zwischen Meer und Bergen liegende Metropole der kanadischen Westküste ist attraktives Reiseziel und Fixpunkt bei unserer Nordost-Passage (Reisetag 13). Sie übt durch ihre Lage und ihre multikulturelle Atmosphäre unverändert Faszination auf den Besucher aus. Ändert ihr Gesicht, wird moderner, noch vielfältiger. Um das aufzunehmen, besser zu verstehen, um unseren Nordost-Passage-Aufenthalt in Vancouver weiter zu optimieren, wurde ich Vancouver Spezialist.

Metropolen am Pazifik

In zwei Wochen muss ich dienstlich in eine andere berühmte Stadt an der Pazifik-Küste, nach Seattle im US-Bundesstaat Washington. Die (vielleicht – ich werde berichten) noch grüner ist als Vancouver und daher „Smaragd-City“ (leider auch „Rain City“) genannt wird. Die kanadische Grenze ist nur rund 150 Kilometer entfernt und als Bahnfreund drängt sich mir der „Amtrak Cascades“-Schnellzug (Fahrtdauer nach Vancouver nur kurze vier Stunden) geradezu auf. Somit kann ich in Vancouver nicht nur organisatorische Details des Nordost-Passage-Aufenthalts überprüfen, sondern wie immer pflichtbewusst unser Gruppenhotel inspizieren und mit noch viel größerem Pflichtbewusstsein Neues, Empfehlenswertes (zB Pubs, Souvenirshops, zusätzliche Highlights etc.) erkunden. Ganz im Sinne unserer Passage-Passagiere.

Blick vom Wasserflugzeug. Foto: Tourism Vancouver

Ich komme in Kontakt mit dem Tourismusbüro von Vancouver und mit Jessica. Sie ist für den europäischen Markt zuständig, will so viel als möglich über Stadt und Umgebung informieren. Wobei: ich bin bereits überzeugt. Doch Jessica weiß, wie man verführt: ich kann verschiedene touristische Leistungen ermäßigt oder gratis in Anspruch nehmen, ködert sie mich. Dazu muss ich nur Vancouver Spezialist werden. Mittels eines hochprofessionell zusammengestellten Internet-Seminars mit zumindest vier umfangreichen Modulen. Ich habe es gestern erfolgreich absolviert. „Gestatten, Tretenhahn. Vancouver-Spezialist!“  Am 24.April kann ich mir bei Jessica höchstpersönlich meinen „Tourism Vancouver Experience Pass“ abholen.

Neue Erfahrungen und Highlights

Nun weiß ich viel mehr über die Robson Street, ihre Boutiquen und Kaffeehäuser (tagsüber), und über die Granville Street (Nightlife). Über das „Foodie Paradise“ (gibt’s auch begleitende Getränke? – ich werde berichten) im und um den Public Market auf Granville Island. Und dass ich die kulinarische Paradiesinsel am besten mit den kleinen Fährbooten erreichen soll. Gleich neben Jessicas Büro am Canada Place gibt es die 4-dimensional angelegte, virtuelle Blitztour (Fly over Canada) durch Kanadas Regionen und Jahreszeiten. Das wird mein öfters durchblitzendes, kindliches Gemüt erfreuen. Als Vancouver Spezialist weiß ich nun auch: im USB Museum of Anthropology gibt es 535 000  (in Worten: fünfhundertfünfunddreißigtausend) Objekte. Ich werde wahrscheinlich nur kurz vorbei schauen und mir maximal 50 000 Gegenstände, vor allem Nordwestküstenkunst, ansehen.

4 von 535000. Foto: Tourism Vancouver

The Canadian

Natürlich habe ich auch etwas über die kanadische Bahn gelernt (Jessica kann stolz auf mich sein): das Netz der Personenzüge von VIA Rail verbindet 400 Stationen und umfasst 12500 Kilometer. Rund 10% davon befahren unsere Passage-Reisenden im „Canadian“ (vgl. „Interessantes“ – Bahnreisen). Zwischen Vancouver und Edmonton, dem schönsten, faszinierendsten Abschnitt der Rocky Mountains. Im angenehmen Sommer. Und ich inspektionsmäßig bereits Ende April (- ich werde berichten).