Auch wieder 2020!  Einzigartig – Außergewöhnlich – Transkontinental

nordostpassage

Mit Flug und legendären Zügen in 18 Tagen um die Welt – auch 2020

Sibirien – Kamtschatka – Alaska – Kanada

Die Nordostpassage im eigentlichen Sinn ist der Seeweg entlang der nordeurasischen Küste, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Ihn suchten und erforschten Jahrhunderte lang Seefahrer und Entdecker wie Willem Barents und Vitus Bering. Erstmals durchfahren wurde er viele Monate lang erst 1879.

Unseren modernen Reiseweg nennen wir ebenso „Nordost-Passage“. Weil wir viele Monate lang mit einer Mischung aus Entdeckerlust und Fernweh, aber auch langjähriger touristischer Erfahrung und Kompetenz, eine außergewöhnliche Weltumrundung auf der Nordhalbkugel zusammengestellt haben. Immer Richtung Osten, den pazifischen und atlantischen Ozean überquerend, alte und neue Welt verbindend. „Round-the-world“ in einer überschaubaren Gruppe gleichgesinnter Reisefreunde zu Natur- und Kulturwundern, durch spannende Geschichte und Gegenwart, zu indigenen Völkern und multikulturellen Metropolen. Begleitet und betreut von unserem „Passageleiter“ ab/bis Österreich und einem Team von erfahrenen, örtlichen Fremdenführern.

2020 wird die Nordost-Passage bereits in der dritten Saison durchgeführt. Der Reiseverlauf wurde weiter optimiert, Erfahrungen der letzten beiden Jahre, auch Gästereaktionen, sind berücksichtigt. Drei Termine ab Wien und ein Termin ab München stehen zur Auswahl.

Die Reise

Nordost-Passage - Der Reiseverlauf

 

1.TAG :  Wien/München – Moskau – Sibirien

Verpflegung: –

Die Reiseteilnehmer treffen sich mittags vor dem eigenen Passage-Check in-Schalter von Aeroflot am Flughafen Wien-Schwechat bzw. am Aeroflot Check-in am Flughafen München und werden von unserem Passageleiter begrüßt. Unsere Weltumrundung beginnt mit dem Flug via Moskau (Einreise Russland und Transit; Moskau-Zeit/MSK; UTC+3 =MESZ+1) nach Sibirien.

 2.TAG : Sibirien – Irkutsk

Verpflegung: F / A

Am frühen Morgen (Irkutsk-Zeit/IRKT; Moskau+5; MESZ+6) Ankunft in Irkutsk, seit frühen Zarenzeiten „Fenster nach Osten“, Verbannungsort, heute Handelszentrum und Hauptstadt Ostsibiriens. Ihr Hotelzimmer steht sofort zur Verfügung, bis zum späten Vormittag ist ausreichend Zeit für Ausschlafen, Frühstück und Akklimatisieren. Am Nachmittag besichtigen wir Erlöser-Kirche, Gotteserscheinungs-Kathedrale, das Znamensky-Kloster und das Stadtgründerdenkmal am Angara-Ufer. Ebenso an der Flusspromenade liegt das Denkmal von Zar Alexander III, dem Initiator der Transsibirischen Eisenbahn. Im historischen Stadtzentrum finden wir noch viele der alten , typischen Holzhäuser.

3.TAG : Ausflug Ust Orda und Talzy – Listvjanka/Baikalsee

Verpflegung: F / M

Vormittags  geht es durch grünes Hügelland in die Ortschaft Ust Orda, einem der Zentren der Burjaten. Diese mit den Mongolen verwandte Volksgruppe ist stark geprägt vom Schamanismus, der uralten, animistischen Naturreligion, über die auch ein Besuch im örtlichen Museum informiert. Anschließend gibt es ein Treffen mit einem Schamanen (burjatisch: „Boo“ – der singende Mensch). Wir können einer kurzen schamanischen Zeremonie beiwohnen (die herbeigerufenen Geister werden uns auf unserer Weltumrundung beschützen). Auf Schamanenrituale in ähnlichen Ausprägungen trifft man auch  bei den Minderheiten Kamtschatkas, bei den Eskimos Alaskas (Yupiks) und den Athapaska-Indianern im Norden Amerikas. Beim Mittagessen mit einheimischer Küche warten auch Darbietungen burjatischer Folklore auf uns. Am Nachmittag wird das Freilichtmuseum Talzy besucht. Hier befinden sich nicht nur eine alte Festungsmauer und der aus Holz und ohne Nägel errichtete Spasski-Turm aus dem 17. Jahrhundert, sondern auch die traditionellen Dorfhäuser der Sibirjaken, die Jurten der Burjaten und die Zelte der Urbevölkerung der Evenken. Weiterfahrt nach Listvjanka, einer Siedlung am Ufer des Baikalsees. Der Baikal ist das „heilige Meer“ der Burjaten, der tiefste und älteste Süßwassersee der Erde und Weltnaturerbe. Details erfahren Sie bei einer Führung im Seekundemuseum, wo auch zwei Nerpas, die nur im Baikal vorkommenden Süßwasserrobben, zu sehen sind.

4.TAG : Die historische Baikalbahn – Irkutsk

Verpflegung: F / M / A

Mit der Fähre geht es vorbei an Angara-Ursprung und Schamanenstein bis Port Baikal, Ausgangspunkt der Sonderzugsfahrt . Nach dem Besuch des kleinen Baikalbahnmuseums fahren Sie auf der früheren, historischen Bahnstrecke entlang dem Baikalufer. Sie gilt als schönster Abschnitt der gesamten Transsib. Zwischen Port Baikal und Kultuk werden 39 Tunnels durchfahren, bei interessanten Plätzen wird gestoppt. Ab Sludjanka fahren Sie auf der klassischen Transsibstrecke bis nach Irkutsk. Das Abendessen ist im restaurierten Altstadtviertel „Quartal 130“ bereits vorbereitet (inklusive Begrüßung mit Brot und Salz und Gesängen). Am späten Abend Fahrt direkt zum Flughafen von Irkutsk.

5.TAG: Russisch-Fernost – Vladivostok

Verpflegung: F

Nachtflug über Ostsibirien und das Amurgebiet Richtung Ferner Osten. Am späteren Morgen (Vladivostok-Zeit/VLAT; Moskau + 7; MESZ+8) Ankunft in Vladivostok, der Handelsmetropole und bedeutenden Hafenstadt am hier gar nicht so Stillen Ozean. Ihr Hotelzimmer steht sofort zur Verfügung. Am Nachmittag zeigen wir Ihnen die Sehenswürdigkeiten der 1860 gegründeten Siedlung am Goldenen Horn, die zu UdSSR-Zeiten für Besucher „gesperrte Stadt“ war. Wir sehen historische Gebäude (z.B. das Kaufhaus GUM) und den großen Hafen. Wir besichtigen das Zar Nikolai-Triumphtor, aber auch den sehenswerten, 1891 errichteten Bahnhof, in dem die Transsibirische Eisenbahn aus Moskau nach 9288 Kilometern einfährt. Die neue, imposante Schrägseilbrücke (mit der weltweit größten mittleren Stützweite von 1104 Metern und 320 Meter hohen Pylonen) führt uns auf die Russkij-Insel, heute Erholungsgebiet, Universitätscampus und Konferenzzentrum.

6.TAG: Kamtschatka

Verpflegung: F / A

Am Morgen Weiterflug über die Insel Sachalin und das Ochotskische Meer. Mittags (Petropavlovsk-Kamtschatki-Zeit/PETT; Moskau+ 9; MESZ+10) landen wir in Petropavlovsk, Hauptstadt der Halbinsel Kamtschatka. Wir sind umgeben von beeindruckenden Vulkankegeln (UNESCO-Weltnaturerbe). Gleich beginnt die Stadttour, die uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt zeigt. Wir sehen u.a. die Denkmäler von Peter und Paul sowie des dänischen Forschers und Seemanns Vitus Bering. Er ist Gründer der Stadt und segelte vom Peterpauls-Hafen im Auftrag von Peter I. als erster Westeuropäer bis nach Alaska.  Ein Besuch im Regionsmuseum ermöglicht uns erste wichtige Einblicke in die vielfältige Flora und Fauna und das Leben auf Kamtschatka. Vom Petrovskaya Hügel hat man bei gutem Wetter einen tollen Ausblick auf die Avacha-Bucht und den Viljutschinsky-Vulkan. Anschließend zirka einstündige Fahrt nach Paratunka, bekannt und beliebt durch seine heißen Quellen. Auch unser Hotel, das zu den besten Kamtschatkas zählt, verfügt über Außenpools mit warmem Thermalwasser.

7.TAG: Paratunka – Mutnovsky

Verpflegung: F / Lunchbox

Tagesausflug zum südlich gelegenen Vulkankegel Mutnovsky (2322m), einem der aktivsten und spektakulärsten der Feuerberge, einer der Höhepunkte unseres Kamtschatka-Aufenthalts und der gesamten Passage. Mit dem Allradbus geht es über holprige Straßen bergauf, nahe dem Vulkan Viljutschinky machen wir eine erste Pause. Nach einer weiteren  Stunde erreichen wir die heißen Datschnye-Quellen nahe dem Geothermalkraftwerk am Südausläufer des Mutnovskys. Wegen seiner Dampfsäulen, Fumarolen und den Schlammblasen wird das Gebiet auch als „kleines Tal der Geysire“ bezeichnet. Wanderung (keine besonderen Anforderungen notwendig) und eventuell Möglichkeit zum Baden in den natürlichen Thermalbecken.

Ein Ausflug inmitten eindrucksvoller Natur und hochaktiver Erdgeschichte zwischen Feuer und Eis. Inklusive ausreichend Pausen unterwegs sind wir den ganzen Tag auf Tour. Gegen Abend Rückkehr in unser Hotel in Paratunka.

8.TAG : Paratunka oder Ausflug Kurilensee und Ksudatsch-Vulkan

Verpflegung: F (bzw. beim Ausflug M/Lunchbox)

Der heutige Tag ist zum Ausrasten bzw. zur Entspannung geplant. Auf Wunsch kann über den Passageleiter auch ein Nachmittagsausflug zu einer Schlittenhundefarm organisiert werden. Alternativ empfehlen wir einen Ausflug mit dem Hubschrauber zum im Süden der Halbinsel liegenden Kurilen-See (fakultativ, ca. 6 Stunden, wetterabhängig; inkl. Mittagessen; vgl. Interessantes/Optionale Rundflüge). Dieser ist der ideale Ort zur unmittelbaren Beobachtung der Kamtschatka-Bären, die hier die unzähligen Lachse jagen. Vom Helikopter aus bieten sich zudem eindrucksvolle Ausblicke auf die Vulkane des Südens. Zusätzlich Landung im Kessel (Caldera) des Ksudatsch-Vulkans und Mittagsstopp am durch thermische Quellen gespeisten Fluss  Khodutka.

9.TAG: Paratunka – Petropavlovsk – Alaska/Anchorage

Verpflegung: F, Kaviarverkostung

Heute beginnt der wahrscheinlich längste Tag im Leben unserer Passage-Reisefreunde. Vorerst entspannt, ausschlafend oder im Thermalpool unseres Hotels relaxend. Mittags Fahrt nach Petropavlovsk. Wir besuchen das Vulkanmuseum und haben Zeit für Marktbesuch und Souvenirkauf im Stadtzentrum.  Heute ist aber auch der ideale Reservetag, falls der Kurilenseeausflug am Vortag wegen Schlechtwetter nicht stattfinden konnte.

Wieder gemeinsam erleben wir am späten Nachmittag eine Vorführung  traditioneller Tänze und Lieder der nordsibirischen Minderheiten auf Kamtschatka, die mit ihrem Rhythmus und Trommeln bereits die Verbindung mit den Indianern Amerikas zeigen. Danach laden wir Sie zu einer üppigen Lachskaviar-Verkostung ein. Abends verlassen wir den eurasischen Kontinent und fliegen weiter nach Osten Richtung „Neue Welt“. Nur etwas mehr als 1000 Kilometer nördlich von uns liegt die nach Bering benannte Meeresstraße, die Eurasien und Amerika trennt. Vor über 20 000 Jahren gab es hier die Landbrücke „Beringia“, die von Völkern Ostsibiriens besiedelt wurde. Als vor ungefähr 11000 Jahren der Meeresspiegel anstieg, zogen sie weiter, nach Alaska, dann süd- und ostwärts. Sie waren die Vorfahren der Indianer und Eskimos, der indigenen „Natives“ oder „First Nations“. Wir folgen den Spuren der Ureinwohner Amerikas.

Wir überfliegen nicht nur das Bering-Meer und die Aleuten, sondern auch die Datumsgrenze, und beginnen den Montag nochmals (schon frühere Passage-Reisende wussten: „Von Ost nach West halt’s Datum fest“). Am frühen Morgen (Alaska Daylight Time; ADT; UTC -8, MESZ-10) Ankunft in Anchorage, der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Alaska (bis zum Verkauf vor rund 150 Jahren noch „Russisch-Amerika“). Nach den kurzen Einreiseformalitäten erreichen wir innerhalb weniger Minuten unser Hotel, direkt am Lake Hood gelegen. Unsere Zimmer stehen sofort zur Verfügung, ideal, um etwas Schlaf nachzuholen. Nachmittags besuchen wir das „Alaska Native Heritage Center“, das uns Einblicke in die verschiedenen Kulturen der Urbevölkerung gibt. Im Außenbereich um  den kleinen Tiuana-See sehen wir die traditionellen Unterkünfte der Athapasken, Yupiks, Haidas, Aleuten und anderer indianischer Stämme. Danach spazieren wir durch die kleine Innenstadt zwischen alten Gebäuden und modernen Hochhäusern. Endpunkt unserer Tour ist der Resolution Park mit dem Denkmal von Captain James Cook. Blicken wir mit ihm auf den nach ihm benannten Cook Inlet-Meeresarm, bewundern wir mit ihm, sozusagen von Entdecker zu Entdecker, die imposanten Bergketten der Umgebung in der nur langsam untergehenden Sonne.

10.TAG: Anchorage – Kenai-Halbinsel

Verpflegung: M

Vormittags zirka vierstündige Fahrt mit dem Panoramazug der berühmten Alaska Railroad auf die Kenai-Halbinsel. Die Strecke entlang dem Turnagain-Meeresarm, dann durch die Berge (Grandview Pass) mit Blick durch die Panoramafenster auf Gletscher, Flüsse und Seen zählt zu den landschaftlich beeindruckendsten Abschnitten Alaskas. Im Hafenstädtchen Seward beginnt unser halbtägiger, spektakulärer Schiffsausflug in den Kenai Fjords Nationalpark, durch die Ressurection Bay und zum Kap Aialik, der uns Wal- und Robbenbeobachtungen ermöglicht. Wir kreuzen zwischen kalbenden Eisbergen des Holgate-Gletschers und dem Vogelparadies der Chiswell Inseln. Mittagessen an Bord. Mit dem Bus geht es gegen Abend zurück nach Anchorage.

11.TAG: Anchorage – Seattle – Vancouver

Verpflegung: F

Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Erforschen Sie die Downtown von Anchorage, besuchen Sie das sehenswerte Anchorage Museum. Als Alternative bieten wir bei gutem Wetter einen außergewöhnlichen, dreistündigen Rundflug mit dem Flugzeug in den Denali Nationalpark an (auch eine Landung mit Fotostop ist inkludiert). Schon von weitem ist das gewaltige Massiv des Denali (bis 2015: Mt. McKinley; höchster Berg Nordamerikas) zu erkennen. Der Nationalpark ist das größte, geschützte Ökosystem der Welt und feierte 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Neben den grandiosen Landschaften bietet er auch eine reiche Tierwelt: u.a. Grizzlybären, Elche, Karibus und Dallschafe (vgl. Interessantes/Optionale Rundflüge). Am Nachmittag geht unsere Passage weiter. Wir fliegen entlang der kanadischen Pazifikküste südwärts und erreichen abends  (Pacific Daylight Time/PDT; UTC-7; MESZ-9) die US-amerikanische Metropole Seattle. Vorbei an den Hochäusern der Downtown und der beleuchteten Space Needle geht es mit dem Bus bequem über die kanadische Grenze nach Vancouver. Spätabends erreichen wir unser komfortables Hotel.

12.TAG: Vancouver

Verpflegung: F

Heute können Sie wieder etwas länger ruhen, die Stadtbesichtigung beginnt etwas später. Die westkanadische Metropole Vancouver, EXPO- und Olympiastadt, wird von vielen wegen ihrer durch Meer und Gebirge geprägten Lage als eine der schönsten Städte der Welt bezeichnet. Wir besuchen den Stanley Park (und können die kunstvoll geschnitzten und bemalten Totempfähle der Haida-Indianer bewundern), Chinatown und Gastown (mit der berühmten Dampfuhr) und die geschäftige Insel Granville.

Vielleicht wollen Sie aber auch die Stadt und die nahe North Shore Bergkette von einer ganz anderen Perspektive kennenlernen? Dann empfehlen wir einen 20-minütigen Rundflug mit einem einmotorigen Wasserflugzeug (vgl. Interessantes/Optionale Rundflüge)

13.TAG/FR: Vancouver – Rocky Mountains

Verpflegung : F

Vormittags frei, zum Entspannen, Spazieren oder Shopping. Nachmittags Bustransfer zur Pacific Central Station, wo einer der berühmtesten Züge des Landes auf uns wartet. „The Canadian“ verbindet auf 4466 Schienenkilometern Vancouver mit Toronto, den Pazifik mit dem Atlantik. Wir befahren den landschaftlich schönsten und spektakulärsten Abschnitt durch die Rocky Mountains. Fahrt durch das Fraser-Tal mit dem Fraser Canyon, spätabends Stopp am Bahnhof der früheren Indianersiedlung und Goldgräberstadt Kamloops.

14.TAG: Rocky Mountains – Calgary

Verpflegung: –

In Blue River erreicht der Zug in der Nacht die Rocky Mountains, zu beiden Seiten steigen die Berge allmählich bis zu 3000 Meter Seehöhe an. Am Morgen taucht links das atemberaubende Massiv des Mount Robson auf, mit knapp 4000 Metern der höchste Berg der kanadischen Rockies. Sie können die unberührte Natur, Wälder, Flüsse und Wasserfälle ideal von Ihrem komfortablen Sitzplatz oder durch die Panoramafenster des Skyline-Wagons betrachten. Über zehn Kilometer begleitet uns das grüne Wasser des Moose Lake (Elchsee). Die Station Jasper im gleichnamigen Nationalpark erreichen wir lt. aktuellem Fahrplan gegen Mittag (Mountain Daylight Time/MDT; UTC-6, MESZ-8).

Die nun folgende Busfahrt auf dem Icefields Parkway (Südteil des Transcanada Highways) zwischen Jasper und Banff, durch die Bergriesen der Rockies, vorbei an Felswänden, Gletschern und Seen, zählt zu den schönsten Fernstraßen weltweit und ist ein weiterer Höhepunkt unserer Passage. Wir passieren die mächtigen Athabasca Fälle, das Columbia Icefield und stoppen am Bow Summit. Es ist dies der mit 2088 Metern höchste Punkt der Strecke und Grenze zwischen den beiden Nationalparks (UNESCO-Weltnaturerbe). Kurze Wanderung zum berühmten Aussichtspunkt, von dem sich der beste Ausblick auf den türkisfarbenen Gletschersee, den Peyto Lake, bietet. Weiterfahrt über den bekannten Urlaubsort Lake Louise, danach erreichen wir nach Banff die Ebene der westkanadischen Prärie und am späteren Abend Calgary, die größte Stadt der Provinz Alberta.

15.TAG: Calgary – Ostkanada/Niagara Falls

Verpflegung: F

Vormittags Flug mit Air Canada weiter ostwärts. Wir überqueren die Prärie und danach die Great Lakes. Das Gebiet der fünf Großen Seen bildet die größte Binnenwasserfläche der Erde (mit ähnlichem Wasservolumen wie der Baikalsee). Ankunft am Flughafen Toronto am späten Nachmittag (Eastern Daylight Time/EDT; UTC-4, MESZ-6), der Bus bringt uns direkt nach Niagara Falls an der Grenze zu den USA. Hier verbindet der Niagara River zwei der fünf Seen (Erie und Ontario) über die spektakulären, mehr als 50 Meter hohen, weltberühmten  Wasserfälle. Von der Uferpromenade kann man die in den USA liegenden American Falls und  die noch mächtigeren,  kanadischen Horseshoe (Hufeisen) Fälle bewundern. Am Abend spazieren wir zu den besten Aussichtspunkten am Parkway und erleben die bis Mitternacht bunt beleuchteten Wasserfälle und das sonntägliche Feuerwerk.

16.TAG: Niagara Falls –Toronto

Verpflegung: F

Der Vormittag steht zur freien Verfügung: erforschen Sie das Stadtzentrum und besuchen Sie den nahen Skylon-Tower, von dessen 160 Meter hoher Spitze sich ein imposantes Panorama ausbreitet. Sie können aber auch eine halbstündige Bootsfahrt mit der „Maid of the Mist“ (Hornblower) direkt zu den Wasserfluten unternehmen. Mittags besichtigen wir kurz die Horseshoe Falls und das Naturphänomen des Niagara „Whirlpools“. Dann bringt uns der Reisebus nach einem Zwischenstopp in der Weinbaugemeinde Niagara on the Lakes (Besuch eines von einem Niederösterreicher gegründeten Weinguts; Eiswein-Verkostung) nach Toronto, Hauptstadt der Provinz Ontario. Der 553 Meter hohe CN-Tower ist schon von weitem zu erkennen. Abends empfiehlt sich ein Spaziergang in der Downtown um die Yonge Street, wo sich zahlreiche Lokale und Geschäfte (z.B. Eaton Shopping Center) befinden.

17.TAG: Toronto

Verpflegung: F / M

Vormittags lernen wir bei einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (u.a. altes und neues Rathaus, Parlament, Universität, Finanzdistrikt) der von Wolkenkratzern, aber auch von viktorianischen Bauten geprägten Metropole aus der Nähe kennen. Danach können wir die atemberaubende Skyline, Waterfront und die Toronto Inseln bewundern: an Bord eines Ausflugsschiffes genießen wir bei einer zweistündigen Kreuzfahrt unser Passage-Abschiedsessen. Ihr Passageleiter kann Ihnen mit Recht und Freude das „Nordost-Passage“- Diplom überreichen. Anschließend bringt uns der Bus zum Pearson Airport, wir starten zur letzten Etappe unserer Passage. Über Nacht überqueren wir mit der komfortablen Nonstop-Verbindung der Air Canada den Atlantik Richtung „alter Kontinent“.

18.TAG : Ankunft Wien/München

Am Morgen (MESZ; +10 zu Kamtschatka, -10 zu Alaska) landen wir an unserem Ausgangspunkt, wir haben die Welt umrundet.

NordostPassage - Termine & Preise

Alle Reisetermine finden in der bezüglich Wetter/Klima und Natur bestmöglichen Jahreszeit statt!

Termin 1: 05.bis 22.Juli 2020 *)      ab/bis Wien

Termin 2: 19.Juli bis 05.August 2020 *)      ab/bis Wien

Termin 3: 26.Juli bis 12.August 2020**)     ab/bis München

Termin 4: 09.bis 26.August 2020      ab/bis Wien

 

Pauschalpreis pro Person im Doppelzimmer: € 8.990,-    

Hochsaisonzuschlag Juli *) € 400.-

Flug- und Saisonzuschlag für Abflug München **) € 550.-

Einbettzimmerzuschlag € 1.440,-

Aufzahlung Business-Klasse für die Langstrecken (Aeroflot/Wien oder München – Moskau – Irkutsk und Air Canada/Toronto – Wien oder München) auf Anfrage gegen Aufzahlung € 3.970.- (Stand: Ende Sep 2019) möglich

Bahnfahrten – Aufzahlung auf Kategorie Superior:

Alaska Railroad: Kategorie Gold Star:  € 135.-

The Canadian (auf Anfrage; entspr. Verfügbarkeit): Kategorie Sleeper Plus: € 400.-

Fakultativleistungen

Helikopterrundflug zu den Bären am Kurilensee in Kamtschatka (ca. 6 Stunden; 8.Reisetag): € 845.-

Rundflug in den Denali Nationalpark  (ca. 3 Stunden; 11.Tag)  € 550.-

Rundflug mit dem Wasserflugzeug in Vancouver (20 Minuten; 12.Reisetag):  € 145.-

Veranstalterhinweis: Preise inkl. Transfers. Diese Flüge werden unter Umständen im Internet oder vor Ort etwas günstiger angeboten, doch ist dann die Verfügbarkeit der Flugplätze nicht gesichert. Gerade im Sommer, der kurzen Hochsaison, ist die Nachfrage groß.

Visabesorgung Russland 

Inkl. Online-Beantragung, Konsulatsgebühr und Besorgung € 130.-

NordostPassage - Inkludierte Leistungen

Im Pauschalpreis sind folgende umfangreichen Reiseleistungen enthalten:

  • Linienflüge Wien/München-Moskau-Irkutsk -Vladivostok-Petropavlovsk mit Aeroflot Group; Petropavlovsk-Anchorage mit Yakutia Air; Anchorage – Seattle mit Delta; Calgary –Toronto – Wien/München mit Air Canada.
  • Alle Flüge in der Economy Klasse; ein aufzugebendes Gepäckstück (max 23kg); Bordverpflegung. Business Klasse auf den Langstrecken (Aeroflot Wien – Moskau – Irkutsk und Toronto – Wien) auf Anfrage gegen Aufzahlung möglich
  • Inkludierte Taxen, Steuern und Flugabgabe sowie USA Arrival fee: 740.-
  • Bahnfahrten in der Basis-Kategorie: Transsib-Baikalbahn; Anchorage-Seward (Alaska Railroad/Adventure Class) und Vancouver- Jasper (The Canadian/Economy Klasse). Bahnfahrten in der Superior-Kategorie gegen Aufzahlung möglich
  • Alle Transfers, Stadttouren und Ausflüge in Bussen mit Klimaanlage (in Kamtschatka zusätzlich Vulkanausflug im speziellen Allradbus)
  • 13 Übernachtungen in Komforthotels, zusätzlich 3 mal early check-in
  • 14 x Frühstück (zumeist als Buffet)
  • 5 x Mittagessen
  • 3 x Abendessen
  • Lachskaviarverkostung in Petropavlovsk
  • Umfangreiches Besichtigungs- und Ausflugsprogramm inkl. Eintritte, Nationalparkgebühren, Bewilligungen und Abgaben
  • Schiffstouren (Baikalüberfahrt, Kenai Fjordtour, Toronto Hafenrundfahrt)
  • Folkloredarbietungen und Schamanentreffen entsprechend Programm
  • Lokale erfahrene, deutschsprachige Fremdenführer
  • Erfahrener Passageleiter ab/bis Wien bzw. München
  • Ausführliche Informationen und Reisetipps
  • „Nordost-Passage Logbuch“ als zusätzliche Reiseunterlage
  • Spezielle Reisewebseite www.nordostpassage.at mit vielen Detailinfos, Bildern, Links, Geschichte und Geschichten
  • Visabestätigung zur Vorbereitung des Russland-Visums

Nicht inkludiert:

  • Visabesorgung Russland (übernimmt der Reiseveranstalter)
  • Reiseversicherung (Beratung und Buchung in Ihrem Reisebüro)
  • Zusätzliche Mahlzeiten
  • Getränke
  • Fakultative Programme
  • Trinkgelder
NordostPassage - Reiseveranstalter & Buchungsstellen

Infos & Buchungen

Die Nordost-Passage 2020 kann ab sofort exklusiv bis 15. Dezember 2019  in allen Filialen von ÖAMTC Reisen gebucht werden.

 

Zum Detailprogramm (PDF)

1010 Wien, Schubertring 1-3, Tel. (01) 711 99 34002

1030 Wien, Baumgasse 129, Tel. (01) 711 99 35400

1100 Wien, Wienerbergstraße 27c, Tel. (01) 608 93 34100

1150 Wien, Schanzstraße 44, Tel. (01) 981 20 34200

1210 Wien, Shuttleworthstraße 8, Tel. (01) 294 41 41 34300

1220 Wien, Franz-Fellner-Gasse 1, Tel. (01) 250 96 34400

2500 Baden, Zubringerstraße 99, Tel. (02252) 49126

2700 Wr. Neustadt, Wiener Straße 48, Tel. (02622) 843 89

3100 St. Pölten, Schulze-Delitzsch-Straße 3, Tel. (02742) 470008

3500 Krems, Bertschingerstraße 1, Tel. (02732) 76688

3580 Horn, Hauptplatz 6, Tel. (02982) 4276

4020 Linz, Wankmüllerhofstraße 60, Tel. (0732) 34 12 75

4320 Perg, Hauptplatz 11, Tel. (07262) 584 37

5020 Salzburg, Alpenstraße 102, Tel. (0662) 62 66 16

5301 Eugendorf, Moosstraße 37, Tel. (06225) 28439

6020 Innsbruck, Andechsstraße 81, Tel. (0512) 3320 35600

6850 Dornbirn, Untere Roßmähder 2, Tel. (05572) 23232 77123

8010 Graz, Radetzkystraße 11-13, Tel. (0316) 82 69 67

9020 Klagenfurt, Alois-Schader-Straße 11, Tel. (0463) 50 2200

9500 Villach, Gewerbezeile 1, Tel. (04242) 31 20 82

Reiseveranstalterinformation

Veranstalter: Tai Pan Touristik GmbH, Hetzendorferstrasse 191, 1130 Wien (Veranstalternummer 1998/0166), eingetragen im Gewerbeinformationssystem Austria (GISA) unter der Zahl 24652353. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen (ARB 1992) in der letztgültigen Fassung bzw. die Reisebedingungen der Tai Pan Touristik GmbH. Zusätzlich zu den Allgemeinen Reisebedingungen gelten folgende besondere Rücktrittsbedingungen: Storno ab Buchung bis 90 Tage 10% des Pauschalreisepreises; vom 89. Tag bis 60. Tag 25%; vom 59. Tag bis 45. Tag 45%; vom 44. Tag bis 30. Tag 65%; vom 29. Tag bis 20. Tag 85%; vom 19. Tag bis 5. Tag 95%. Danach sowie bei No Show 100% des Reisepreises.

Gemäß Reisebürosicherungsverordnung (RSV) sind Kundengelder bei Pauschalreisen dieses Veranstalters unter folgenden Voraussetzungen abgesichert: Die Anzahlung erfolgt frühestens 11 Monate vor dem vereinbarten Ende der Reise und beträgt 10% des Reisepreises. Die Restzahlung erfolgt frühestens 20 Tage vor Reiseantritt – Zug um Zug gegen Aushändigung der Reiseunterlagen an den Reisenden. Darüber hinausgehende oder vorzeitig geleistete An- bzw. Restzahlungen dürfen nicht gefordert werden und sind auch nicht abgesichert. Garant ist die “call us“ (HUG270262/13), Waschhausgasse 2, 1020 Wien. Im Insolvenzfall sind sämtliche Ansprüche innerhalb von 8 Wochen ebenfalls beim zuständigen Insolvenzabwickler “call us“, Waschhausgasse 2, 1020 Wien anzumelden.

Kurzfristige Änderungen der Programme, Leistungen und Preise, die Berichtigung von Irrtümern, Druck – und Rechenfehlern, Wechselkurs- und Tarifänderungen, insbesondere jene von Verkehrsträgern, sind ausdrücklich vorbehalten. Alle Preise in Euro pro Person. Stand der Tarife September 2019.

Nordost-Passage Information

Das Reiseprogramm der „Nordost-Passage“ wurde von Fachleuten, von Touristikern mit vielen Jahren Kompetenz, Erfahrung und viel Landes- und Ortskenntnissen entwickelt und ausgearbeitet. Unsere mitfahrenden Passageleiter kennen den Globus und haben bereits zahlreiche Gruppen begleitet und betreut. Sie sind also bei der „Nordost-Passage“ in guten, erfahrenen Händen.

Im November 2018 wurde unser Team vom „Corps Touristique“, dem Verband der internationalen Fremdenverkehrsrepräsentanten in Österreich, bei einem Galaabend im Wiener Palais Ferstl mit dem „Innovations Award“ ausgezeichnet.

Hier finden Sie Basisinfos, die Ihnen zusätzliche Entscheidungshilfen bei der Buchung Ihrer Weltumrundung liefern – entsprechend unserer langjährigen Erfahrung bei der Vorbereitung und Durchführung von Individual- und Gruppenreisen weltweit.

Weitere detaillierte Reiseinformationen sowie nützliche Tipps und Hinweise erhalten alle Passage-Reisende nach Buchung im Verlauf der  Folgekorrespondenz. Finden Sie hier nun die  Antworten auf die vorab am häufigsten gestellten Fragen:

Reisezeit/Klima

Russland

In Sibirien herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommer sind warm, ab Mitte Juli und im August kann es tagsüber auch heiß (bis zu 30 Grad) werden. Die Niederschläge nehmen zwar nach Osten hin ab, an der Pazifikküste herrscht jedoch ozeanisch-feuchtes Klima und Monsuneinfluss; die durchschnittlichen Tagestemperaturen bewegen sich um die 17 Grad. Das Wetter auf Kamtschatka kann auch im warmen Sommer sehr wechselhaft sein, der August ist etwas stabiler. Trotzdem können in den Vulkanbergen plötzlich Wind, Regen und Nebel auftreten. Die Temperaturen in der Ebene betragen im Schnitt um die 15 bis maximal 25 Grad. Die Abende sind kühl.

 

USA/Alaska

Das Wetter in Alaska ist relativ instabil und wechselhaft. Der Sommer, die Zeit zwischen Juni und Ende August, ist die wärmste und angenehmste Reisezeit. Im Süden, an der Küste, ist es kühler und feuchter mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 22 Grad. Die Abend/Nachttemperaturen können jeweils bis zu 10 Grad darunter liegen.

Kanada

Aufgrund der räumlichen Erstreckung gibt es große Unterschiede. Feuchtes, pazifisches Klima an der Westküste, trockenes Kontinentalklima in den Prärieprovinzen, atlantisches, vom Golfstrom beeinflusstes Klima im Osten. Die Sommermonate zählen erfreulicherweise sowohl in Vancouver, besonders aber in Toronto zur regenärmeren Zeit (5-7 Regentage pro Monat). Die Höchsttemperaturen betragen zwischen 20 und 25 Grad, abends sind Werte um die 10 bis 15 Grad zu erwarten (2018 gab es im Osten eine ungewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen bis über 30 Grad).

Gesundheit

Generell und für die gesamte Reise gilt:

  • Für drogenhältige bzw. rezeptpflichtige Medikamente ist die Mitnahme einer ärztlichen Verschreibung erforderlich (am besten auf englisch).
  • Regelmäßig einzunehmende Medikamente sollten im Handgepäck befördert werden.
  • Es wird empfohlen, ca. acht Wochen vor Reisebeginn den Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung betreffend Impfungen zu kontaktieren. Informationen erhalten Sie auch beim Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs bzw. bei den tropenmedizinischen Instituten
  • Auf die allgemein gültigen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) ist zu achten. Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Auch Erwachsene sollten einen nachgewiesenen Impfschutz gegen Mumps, Masern, Röteln haben. Eine weitere, zusätzliche Prophylaxe ist nicht erforderlich.
  • Es bestehen keine Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer alle Risiken umfassenden Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankenrücktransport mit ausreichender Gültigkeitsdauer und Leistungsumfang wird wegen der sehr hohen Arzt- und Spitalskosten dringend empfohlen.
  • In allen von uns besuchten Städten gibt es gut ausgestattete Apotheken. Die Medikamentenbezeichnung kann allerdings von den bei uns verwendeten abweichen.

Rauchverbote sind unbedingt einzuhalten, Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist strafbar.

Russland

Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht nicht immer dem europäischen Standard, die medizinische Versorgung in den Großstädten und in privaten Kliniken und Arztpraxen ist deutlich besser. Unsere lokalen Fremdenführer stehen im Notfall beratend, helfend und fürs Übersetzen zur Verfügung.

USA/Alaska

Kanada

Kleidung

Details und Empfehlungen übermitteln wir nach Buchung in der Folgekorrespondenz.

Gepäck/Ausrüstung

Details, Empfehlungen und eine Packliste übermitteln wir nach Buchung in der Folgekorrespondenz.

Zeitunterschied

Im Verlauf unserer Weltumrundung reisen wir zwischen +20 und -20 Stunden UTC (Greenwich) und überqueren die Datumsgrenze. Im Reiseprogramm sind die einzelnen Zeitzonen und Differenzen bereits angeführt. Lesen Sie auch unser Kapitel „Wo ist die Zeit geblieben?“ bei  „Interessantes“.

Einreise/Reisepass/Visum

Generell gilt: der Reisepass muss noch zumindest sechs Monate nach Ausreise (konkret ab Toronto) gültig sein und auch ausreichend leere Seiten (zumindest 1 Doppelseite für das russische Visum und Platz für die Ein/Ausreisestempel) aufweisen.

Einreise Russland

Ein (Touristen)Visum ist zwingend vorgeschrieben. Die Besorgung, inklusive Online-Beantragung und Einreichung, wird von uns als Reiseveranstalter übernommen. Details und genaue Bestimmungen erhalten Sie nach Buchung von Ihrem Reisebüro.

Benötigt werden der gültige Reisepass, der zumindest eine freie Doppelseite aufweisen muss, ein aktuelles, färbiges Passfoto (mit weißem/hellen Hintergrund) und der Nachweis einer Reiseversicherung für (zumindest) Russland (Russische Föderation).

Die Kosten für das Normalvisum betragen inklusive Onlinebeantragung,  Konsulargebühren und Besorgung  € 130,- pP. Bei Zurückweisungen des Antrags durch das Konsulat z.B. bei fehlerhaften Unterlagen oder bei Überschreitung der Abgabefrist müsste der Antrag separat und express eingereicht werden. Die zusätzlichen Kosten dafür betragen in Summe € 115,-pP.

Das russische Visum wird in den Reisepass geklebt. Weitere Details finden Sie auf der Homepage des Konsulats der Russischen Föderation.  Den Reisepass inklusive Visum erhalten Sie dann (soweit nicht individuell anders vereinbart) gemeinsam mit den Reiseunterlagen.

 

Einreise USA/Alaska

Eine Visapflicht gibt es grundsätzlich für touristische Reisen nicht. Allerdings ist eine auch für österreichische Staatsbürger geltende elektronische Reisegenehmigung (ESTA)  im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (VWP/Visa Waiver Programm) notwendig.

Die Anmeldung müssen Sie selbst vornehmen und  erfolgt über die ESTA-Website (auf Deutsch). Die Gebühr beträgt 14 USD und ist mit Kreditkarte zu bezahlen. Die Registrierung muss mindestens 72 Stunden vor Abflug erfolgen, ist zwei Jahre und für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen gültig. Bitte nehmen Sie die ausgedruckte ESTA-Freigabe mit. Der Ordnung halber sei erwähnt: die Freigabe berechtigt nicht zur Einreise, über die entscheidet der  Grenzbeamte (für die durch Ablehnung entstehenden Änderungen und Zusatzkosten ist jeder Reiseteilnehmer selbst verantwortlich). Üblich sind kurze Befragungen nach Reisezweck, Aufenthaltsdauer und –ort. Bei den Einreiseformalitäten (immigration) am Flughafen Seattle ist mit Wartezeiten zu rechnen.

Ein (Nichteinwanderungs)Visum ist erforderlich, wenn eine ESTA-Registrierung abgelehnt wurde bzw. für Personen, die sich in Libyen, Somalia, Jemen, im Irak, Iran, Sudan oder in Syrien aufgehalten haben (gültig seit 1.3.2011). Wir verweisen auf die Details der US-Botschaft in Wien.

Wir empfehlen eine rechtzeitige ESTA-  oder Visabeantragung.

Einreise Kanada

Für österreichische Staatsbürger ist bei unserem Reiseverlauf (Einreise am Landweg) keine elektronische Einreisegenehmigung (Electronic Travel Authorization/eTA) erforderlich. Weitere Informationen über eTA (in deutsch).

An der US-amerikanisch-kanadischen Grenzstation kann die Einreisekontrolle mit Befragung durch kanadische Grenzschutzorgane erfolgen. Dabei geht es vor allem um ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt und die Zusage, Kanada nach Ende des Besuches wieder zu verlassen (ein eigentlich theoretisches, formales Vorgehen, da unsere Passage-Reisenden im Rahmen einer organisierten Gruppenreise unterwegs sind; inklusive gebuchtem und bestätigten Flugticket Toronto-Österreich).

Wir verweisen auch auf die Reiseinfos des BM für Auswärtige Angelegenheiten

Sicherheit

Das österreichische Außenministerium empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein möglichst sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten und gibt einen weltweiten Sicherheitshinweis. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in ihrem Reiseland informieren, auch zusätzlich zu den von uns angebotenen Infos.

Reisenden wird insbesondere an Bahnhöfen, auf Flugplätzen und Märkten empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität (insb. Gepäck- und Taschendiebstähle) zu treffen.

Individuelle Information und allfällige Tipps erhalten Sie während der Reise von ihrem Passageleiter und den örtlichen Fremdenführern.

Russland

Wie mittlerweile auch in einigen Ländern (West)Europas gilt Sicherheitsstufe 2 (erhöhtes Sicherheitsrisiko).Die russischen Großstädte gelten als relativ sicher, trotzdem sollte nicht zuviel Bargeld mitgeführt und Wertgegenstände nicht offen zur Schau gestellt werden.

 

USA

Generell gilt die Sicherheitsstufe 1 (guter Sicherheitsstandard). Gerade Alaska ist eine überaus sichere Reiseregion, die für viele US-Städte und Bundesstaaten üblichen Warnungen (zB Kleinkriminalität, Demonstrationen) gelten bei unserem Aufenthalt fast nur theoretisch. Auch ein abendlicher Spaziergang, zB im Stadtzentrum von Anchorage, ist nach unserer Erfahrung ohne Sicherheitsbedenken möglich.

Kanada

Sicherheitsstufe 1. Die Kriminalitätsrate in Kanada ist niedrig, die Sicherheit in den Großstädten ähnlich wie in Mitteleuropa. Toronto gilt als sicherste Stadt Nordamerikas.

Reiseversicherung

Der Abschluss einer möglichst umfassenden Reiseversicherung wird empfohlen (inkl. Reiserücktritt und Rücktransport). Für den Aufenthalt in Russland ist zumindest eine Umfall/Krankenversicherung verpflichtend. Ihr Reisebüro berät Sie gerne.

Einfuhr

In Bearbeitung

Währung/Geldwechsel

Details und Empfehlungen erhalten Sie nach Buchung in der Folgekorrespondenz

Telefon/Internet

In Bearbeitung bzw. folgt mit den Reiseinfos nach Buchung.

Reiseliteratur

Aktuelle Empfehlungen erhalten Sie nach Buchung in der Folgekorrespondenz

Diplomatische Vertretung

Russland

Botschaft: Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau; Telefon:(+7 / 495) 780 60 66

USA/Alaska

Honorarkonsulat: Hotel Captain Cook, 939 West 5th Ave, Anchorage, AK 99501; Telefon:  (+1 / 907) 276 6000-2253

Kanada

Honorargeneralkonsulate in…

Vancouver: 1160-595 Howe Street, Vancouver, BC, V6C 2T5;    Telefon: (+1) 604 687 3338

Toronto: 30 St.Clair Ave.West, Suite 1402, Toronto, Ontario, M4V 3A1; Telefon: (+1 / 416) 967 48 67

Ein offenes Wort

Die Nordost-Passage: ein Abenteuer, aber keine abenteuerliche Reise. Trotzdem: Toleranz und Teamgeist werden vorausgesetzt

Die Nordost-Passage ist – im positiven Sinn – eine außergewöhnliche, einzigartige Reise. Sie ist weit komplexer als eine standardisierte Rund- und Pauschalreise und sorgfältig geplant und organisiert. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass außergewöhnliche Ereignisse Änderungen der Reiseverläufe hervorrufen können. Ausgelöst werden können diese unter anderem durch Naturphänomene (Schlechtwetter, Wetterumschwung, Straßen- und Pistenverhältnisse, Waldbrände, Überschwemmungen), unvorhersehbare, behördliche Eingriffe, höhere Gewalt oder Änderungen/Ausfälle des Transportmittels (zB Bahn- und Flugverspätungen, Buspannen).

Sollten solche Umstände außerhalb unseres Einflussbereichs eintreten sind unsere Passageleiter, unsere Agenturpartner und der Veranstalter stets bemüht, die bestmöglichen Alternativen zu finden und durchzuführen. Dies kann Änderungen, Kürzungen oder eine andere Abfolge der Besichtigungen betreffen. Grundsätzlich behalten wir uns organisatorisch notwendige Änderungen des Reiseverlaufs vor. Sollten wichtige Sehenswürdigkeiten, Museen o.ä. geschlossen sein, wird versucht, die Besichtigung an einem anderen Tag/Ort nachzuholen oder durch Tausch der Besichtigungstage zu ermöglichen. Wir setzen voraus, dass unseren Passage-Gästen bewusst ist, dass in den von uns angebotenen Destinationen (insb. in Kamtschatka) teilweise ganz andere, einfachere Gegebenheiten herrschen als bei uns in Österreich.

Wir empfehlen unbedingt, etwas Toleranz, Verständnis und „Gruppengeist“ ins Reisegepäck mitzunehmen. Die Reisedauer, ein teilweise dichtes Programm, längere Flüge und die Zeitverschiebung verlangen gegenseitige Rücksichtname und etwas Disziplin im Sinne und zu Gunsten der Gruppe. Unser Passage-Leiter wird alles dazu beitragen, dass neben den zahlreichen Reiseerlebnissen auch die Reisefreude, der Spaß und das Miteinander Ihre Nordost-Passage zu einer besonderen, ja unvergesslichen Tour  machen.

Bereits Ende April 2020 erhalten alle gebuchten Reiseteilnehmer erste, spezielle Zusatzinformationen: Packliste, Handgepäck, Ein/Ausfuhr, Stromspannung, Wandern/Trekking, Bahnfahrten, Stromspannung/Adapter, uvm.

Nordost-Passage Interessantes

Landbrücke Beringia

Beitrag in Bearbeitung

Schamanismus

Beitrag in Bearbeitung

Die Bahnfahrten

Bei unserer Nordost-Passage werden drei Reiseabschnitte in berühmten Zügen zurückgelegt. Sie können so bequem, ohne Zeitdruck und in netter Gesellschaft das Land „erfahren“, die Landschaft(en) beobachten, große Flüsse und Bergpässe überqueren.

Die Transsibirische Eisenbahn (Transsib)

Sie ist wohl eine der berühmtesten Bahnfahrten unserer Zeit. Beginnend in Moskau und endend im fernöstlichen Vladivostok werden exakt 9288 Kilometer zurück gelegt. Unsere Bahnfahrt ist deutlich kürzer, bewegt sich großteils auf dem historischen Streckenteil der Baikalbahn („Baikal-Rundbahn“ oder „Circumbaikalbahn“). Im Sonderzug fahren wir auf  dem wohl schönsten Abschnitt der Transsib  zwischen Port Baikal und Kultuk. Immer entlang dem Baikalsee, dabei durchfahren Sie 39 Tunnels und stoppen mehrmals unterwegs. Ein Mittagessen ist inkludiert, im Zug gibt es ein Buffet für Getränke bzw. Schaffnerservice.

Zar Alexander III. beschloss mit den Worten „Es ist allerhöchste Zeit“ den Bau der Transsibirischen Bahnstrecke. Durch die in den USA und durch Kanada bereits in Betrieb befindlichen transkontinentalen Bahnstrecken stand er unter öffentlichem und wirtschaftlichem Druck. Bald danach, im Mai 1891, wurde zeitgleich im westlichen Tscheljabinsk und durch den Thronfolger (Zarewitsch) Nikolaus im fernöstlichen Vladivostok der Grundstein für das Jahrhundertprojekt gelegt. Der ostchinesische Abschnitt wurde aus Sicherheitsgründen aufgegeben, die Amur-Strecke 1907 begonnen und in neun Jahren fertiggestellt. Damit war die Transsib 1916, nach 25 Jahren Bauzeit, durchgehend auf russischem Gebiet befahrbar. Erst unlängst  haben wir „100  Jahre Transsib“ gefeiert.

Alaska Railroad

Die Fahrt im Panoramawaggon des „Coastal Classic“ von Anchorage nach Seward bietet atemberaubende Ausblicke auf Meer, Gebirge und Gletscher (184 km). Die Adventure Klasse bietet bequeme Sitze, große Fenster sowie freien Zugang zum Aussichtswagen mit Glaskuppeldach. Frühstück im Speisewagen und Snacks und Getränke im Wilderness-Cafe-Bistrowagon gegen Bezahlung möglich. Aufzahlung auf Kategorie „Gold Star“: separater, komfortabler Sitzwagen mit Panoramadachverglasung und Buffetservice, Zugang zur Outdoor-Aussichtsplattform; eigener Speisewagen; das Frühstück sowie Soft Drinks und 2 alkoholische Getränke sind inkludiert.

Erste Initiativen und Bautätigkeiten gab es bereits ab 1904, um Gold und Kohle aus dem Norden zum Meereshafen Seward zu bringen. Jedoch erst als sich die US-Regierung einschaltete und engagierte, konnten die Bahnabschnitte ausgebaut und verbunden werden. 1923 wurde die bis heute unveränderte Gesamtstrecke zwischen Fairbanks und Seward durch den damaligen Staatspräsidenten Harding eröffnet, er schlug symbolisch den letzten, goldenen Nagel (golden spike) ein. Wir sehen das Denkmal in Nenana am 12.Tag unserer Passage.

The Canadian

Die Überquerung der Rocky Mountains zwischen Vancouver (vgl. Blogbeitrag) und Jasper  ist zweifellos der Höhepunkt der transkontinentalen Bahnverbindung von VIA Rail Canada zwischen Pazifik und Atlantik. Die Waggons der Economy-Klasse bieten bequeme, breite Sleeper-Sitze (mit Klapptischen) und Zugang zum Skyline-Wagen mit Panorama-Glaskuppel im Obergeschoß sowie Speiseraum- und Lounge-Bereich im Untergeschoß. 2 WCs pro Waggon sowie Vestibül.

Aufzahlung auf Kategorie „Sleeper Plus“ auf Anfrage möglich (wir empfehlen möglichst frühzeitige Buchung). Offene Abteile mit 2 bequemen Sitzen, die vom Waggonschaffner für die Nacht in übereinander liegende, breite Betten umgebaut werden und durch einen dicken Vorhang vor (Ein)Blicken geschützt sind. Jeder Waggon hat 2 WCs mit Waschbereich sowie eine Duschkabine. Die Mahlzeiten sowie nichtalkoholische Getränke sind inklusive. Zugang zum Lounge-Wagen mit freiem Tee/Kaffee, Obst und Gebäck sowie zum Panoramawagon mit Kuppelverglasung.

Vier Jahre nach ihrer Gründung 1867 trat auch British Columbia der kanadischen Föderation bei, allerdings nur unter der Bedingung, dass binnen 10 Jahren eine transkontinentale Bahnverbindung erbaut wird. Der erste Zug aus dem Osten erreichte dann 1881 die Ortschaft Granville am Pazifik, die sich danach zu Vancouver und zum wichtigsten Bahnknotenpunkt und Hafen an der Westküste Kanadas entwickelte. Heute ist nach vielen Veränderungen, Übernahmen und Zusammenschlüssen die staatliche VIA Rail der Betreiber des berühmten Fernstreckenzuges „The Canadian“. VIA Rail ist ein Tochterunternehmen von CN, der „Canadian National Railway“. Diese ist die größte Bahngesellschaft Kanadas, mit einem Streckennetz von rund 32 000 Kilometern, das Pazifik und Atlantik verbindet und sogar bis an den Golf von Mexiko reicht.

UNESCO-Welterbe

Die Nordost-Passage bietet zahlreiche Naturhöhepunkte, faszinierende Landschaften, beeindruckende, oft einzigartige Fauna und Flora. Drei dieser Regionen wurden wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit und Ästhetik als Naturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Der Baikalsee

Der Baikalsee ist mit 25 Millionen Jahren der älteste und mit bis zu 1624 Metern tiefste Süßwassersee unserer Erde, mit einem Fünftel des weltweiten Trinkwasservolumens (ein weiteres Fünftel bilden die Großen Seen im Osten Kanadas). Er hat über 300 Zuflüsse (zB die aus der Mongolei kommende Selenga), aber nur einen Abfluss, die Angara. In Irkutsk wird sie durch einen großen Damm gestaut (für ein Wasserkraftwerk, das in den 1950-er Jahren errichtet wurde), der Stausee reicht bis zum Baikal zurück.

Der  Baikalsee bildet mit seiner Umgebung ein einmaliges Naturgebiet, viele Pflanzen und Tierarten kommen nur hier vor, sind endemisch. Heute gibt es zum Schutz zahlreiche Naturreservate und Nationalparks. In der Siedlung Listvjanka (Lärchendorf), 70 Kilometer von Irkutsk entfernt, befindet sich ein Museum, das hervorragende Einblicke in Flora und Fauna und die sensible, erdgeschichtliche Entwicklung des Baikalgrabens vermittelt. Auch zwei putzige Nerpas, die nur im Baikalsee vorkommenden Süßwasser-Robben, sind zu beobachten. Dieses sehr sehenswerte Seekundemusum hat den fast einfachen offiziellen Namen „Limnologisches Institut der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften“.

Während unserer Passage fahren wir auf der historischen Strecke der Transsib (Baikal-Rundbahn)  von Port Baikal bis Sludjanka, immer entlang dem nordwestlichen Seeufer. Beim Stopp in der landschaftlich sehenswerten Polovinnaya Bucht können besonders Mutige sogar ein Bad im Weltnaturerbe nehmen (Passage-Tag 4).

Die Baikalregion kam 1996 auf die Welterbeliste der UNESCO.

Die Vulkane Kamtschatkas

Es gibt etliche durch Vulkane geprägte Regionen auf unserer Erde. Zwischen Island und Yosemite-Nationalpark, von Bali (zur Zeit der Verfassung dieses Beitrags hochaktuell) bis Neuseeland. Aber die UNESCO fand die Dichte, die Vielfalt der Vulkane auf der Halbinsel Kamtschatka als besonders hervorragend. Zurzeit sind 29 der insgesamt rund 160 Vulkane aktiv.

Die bekanntesten sind: Kljutchevskoi (mit 4750m der höchste Vulkan Eurasiens), die „Hausvulkane“ der Hauptstadt Avachinsky und Korjaksky, der südlich davon liegende Goreli und schließlich der aktive Mutnovsky Vulkan, dem wir, ebenso wie dem Viljutschinky, bei einem Tagesausflug näher kommen.

Zwischen eurasischer Landmasse und Pazifik zeigt sich auch eine besonders vielfältige, teilweise einzigartige Tierwelt. Nur als Beispiel: in den Flüssen Kamtschatkas leben allein elf verschiedene Lachsarten. Ein Paradies nicht nur für die sich den Pelz für den nächsten Winter vollschlagenden Kamtschatka-Bären, sondern auch für russische und Hobbyfischer aus aller Welt. Und für Liebhaber des Lachskaviars (wir verweisen auf den sehr speziellen Programmpunkt am 9. Reisetag).

Aufnahme als UNESCO-Weltnaturerbe: ebenso 1996.

Der Rocky Mountain Park in Kanada

Die Rockies in Kanada sind ein Teil des sich vom südlichen Feuerland bis nach Alaska erstreckenden Kordilleren-Gebirgszuges in den Provinzen British-Columbia und Alberta. Die höchste Erhebung ist der Mount Robson mit 3954m. Der kanadische Rocky Mountains Park umfasst eigentlich vier Nationalparks: Kootenay, Yoho, Jasper und Banff.  Den berühmten Jasper Nationalpark, durchfahren wir mit dem „Canadian“ bis zur Jasper Station. Er liegt in der Provinz Alberta und ist flächenmäßig der größte der vier. Schon bei der Bahnfahrt könnte sich mit etwas Glück  die Gelegenheit bieten, verschiedene Tierarten wie Bergziege, Elch, Maultierhirsch oder vielleicht sogar Grizzly oder Schwarzbär in freier Wildbahn zu sehen. Überhaupt nicht scheu und vielleicht sogar in Jasper anzutreffen sind die Wapiti-Hirsche. Die Bergtäler, Canyons, Gletscher, Eisfelder, Wasserfälle und Seen sind ebenso wie im Banff Nationalpark außergewöhnlich beeindruckend. Diesen durchfahren wir per Bus auf dem Icefields Parkway, eine der schönsten Fernstraßen der Welt, auf unserem Weg nach Calgary,

Die Aufnahme als Naturerbe in die Welterbeliste der UNESCO erfolgte bereits 1984. Es ist kein Zufall, dass auf der offiziellen Webseite gerade der Peyto-See im Banff NP abgebildet ist. Ihn, eingebettet zwischen mächtigen Bergriesen der Rockies, können wir bei einem kurzen Ausflug bewundern (Passage-Tag 14).

Die Pizza

Im Dezember 2017 kam noch ein neues, für unsere Passage fast wichtiges Welterbe hinzu. Ein immaterielles, die Pizza (wie in Österreich zB das Wiener Kaffeehaus, die steirische Lipizzanerzucht oder die Linzer Goldhaube; in Deutschland zB der rheinische Karneval und der ostfriesische Tee).

Die beste Margherita von Petropavlovsk (um preiswerte 520.- Rubel/ ca € 5,50 in der tellerüberlappenden Version) gibt es in der Pizzeria „Malino“ im Stadtzentrum. Die nordamerikanische Pizza scheint immateriell weniger schützenswert, wahrscheinlich wegen ihres hochmateriell dicken (und dickmachenden) Teiges. Freunde der neapolitanischen Pizza finden auch im kanadischen Abschnitt unserer Passage Lokalitäten, etwa  das „Terrino“, (natürlich) im „Little Italy“-Viertel von Toronto. In Anchorage haben wir nichts Außergewöhnliches gefunden (außer zweifelhafte Karibu-Marinara bei „Uncle Joe“), aber beim eventuellen Abendbummel stehen kulinarisch wahrscheinlich sowieso Steak oder Lachs- und Krabbengerichte im Vordergrund.

Optionale Touren mit Helikopter oder Wasserflugzeug

Zusätzlich zum bereits enthaltenen Besichtigungsprogramm bieten wir Ihnen die Möglichkeit zu drei Flugexkursionen. Bei Absage wegen Schlechtwetter wird der volle Betrag nach Rückkehr refundiert. Wir haben jeweils ein gewisses Kontingent an Plätzen reserviert. Kurzfristige Buchungen vor Ort sind aus unserer Erfahrung nur mehr schwer möglich.

Kamtschatka – mit dem Helikopter zur Bärenbeobachtung

Sehr gefragt, aber leider auf Grund der plötzlichen Wetterumschwünge nicht immer durchführbar, ist der Ausflug mit dem Hubschrauber zum im Süden der Halbinsel liegenden Kurilen-See. Dieser ist der ideale Ort zur unmittelbaren Beobachtung der Kamtschatka-Bären, die hier die unzähligen Lachse jagen. Vom Helikopter aus bieten sich zudem eindrucksvolle Ausblicke auf die Vulkane des Südens. Zusätzlich Landung im Kessel (Caldera) des Ksudatsch-Vulkans und Mittagsstopp beim durch thermische Quellen gespeisten Fluss  Khodutka. Hier gibt es auch die Möglichkeit zum Baden (Umkleidekabine vorhanden). Das Flusswasser kann manchmal bis zu 40 Grad heiß sein.

Insgesamt dauert der Ausflug rund sechs Stunden. Weiters inkludiert: die Bustransfers, ein Mittagessen (Lunchbox) mit Mineralwasser und Tee.

Geflogen wird mit dem bewährten MI8-Helikopter, der zwei Turbinentriebwerke hat und über 24 Sitzplätze verfügt. Jeder Passagier erhält einen Lärmschutz.

  Kamtschatka - KurilenseeKamtschtka - Am KurilenseeKamtschatka Bad im Khoudutka 

Alaska – Denali Flightseeing

Neu in unserem Reiseprogramm ist die Möglichkeit für einen Ausflug in den Denali-Nationalpark mit dem propellergetriebenen Wasserflugzeug. Er ersetzt die frühere Bustour zum Denali Visitor Center und die teils als mühsam empfundene, über 6-stündige Fahrt im Nationalpark im einfachen Schulbus.

Rund drei Stunden dauert die „Flightseeing“-Tour ab/bis Anchorage mit einem erfahrenen „Alaska Buschpiloten“, bei dem Sie die vielfältigen, faszinierenden Landschaftsformen (Gletscher, Bergketten, Schneefelder, Flüsse, Schluchten und Täler)  betrachten können. Natürlich auch das Herz des Nationalparks, den Denali (früher: Mount Mc Kinley), den mit 6190m höchsten Berg Nordamerikas. Unser Pilot kennt auch die Abschnitte, in denen Sie mit etwas Glück Tiere (Grizzly, Karibu, Elch, Dall-Schafe) beobachten können.

Chugach Berge nahe Anchorage
Chugach Berge nahe Anchorage
Denali Flightseeing
Denali Flightseeing
Ruth Gletscher am Denali
Ruth Gletscher am Denali

Zwischendurch gibt es (wetterabhängig) im Nationalpark eine Seelandung,  um auch aus anderer Perspektive den Denali Park bewundern (und fotografieren) zu können.

Inklusive Transfer ab/bis Hotel Lakefront, freier Kaffee oder Tee im Flughafen Office. Es gibt ausschließlich Fenstersitze. Alle Teilnehmer erhalten ein Headset, um während des Fluges mit dem Piloten kommunizieren zu können.

Westkanada – Rundflug Vancouver Skyline

Sehr populär sind die rund 20-minütigen Kurzflüge mit dem Wasserflugzeug. Sie überfliegen die Northshore-Bergkette, sehen den Stanley Park, die Lionsgate-Brücke und die Bucht des Howe Sound. Beim Überflug von Vancouver selbst beeindruckt die Skyline mit den Hochhäusern der Downtown und dem Hafen.

Skyline Vancouver Vancouver Air Harbour Vancouver Rundflug

Alaska Purchase – wer ist Edi Stöckl?

Der Verkauf Alaskas: links (sitzend) US-Außenminister Seward, rechts (stehend) Russlands Gesandter Eduard Stöckl

2017 gab es zahlreiche Jubiläumsfeiern zum 150.Jahrestag des Alaska-Verkaufs („Alaska Purchase“) an die USA. Der damals in Geldnöten befindliche Zar Alexander II. erhielt für Russisch-Amerika „nur“ 7,2 Millionen Dollar, doch auch die Amerikaner jammerten und spotteten über dieses Geschäft. Dann wurde Gold und später Öl entdeckt (auf beides stoßen unsere Passage-Reisenden in Fairbanks/siehe Blogbeitrag). Dass das damals unwirtliche Land einmal touristisches Paradies werden würde, konnte man sich Mitte des 19.Jahrhunderts nicht vorstellen.

Wer ist Eduard Stöckl?

Eine für unsere Nordost-Passagiere fast dringende Frage können wir hier beantworten: wer ist Edi Stöckl? Edi ist für unsere Passage nicht nur die Verbindung zwischen Russland und Amerika, sondern auch mit Österreich. Schließlich war er der Sohn eines altösterreichischen Beamten (geb. 1804), der nicht nur weit gereist ist, sondern es auch weit gebracht hat. Als Diplomat in russischen Diensten war er Generalkonsul auf den Sandwich-Inseln (das von James Cook entdeckte Königreich; heute Hawaii). Danach, schon bedeutend wichtiger, wurde er russischer Gesandter in Washington, stieg später sogar zum Minister des Zaren auf.

Als Baron Edouard de Stoeckl (auf russisch Eduard Andrejevitsch Stekl) war er Minister für Russisch-Amerika und führte die Verhandlungen über den Verkauf Alaskas mit dem US-Staatssekretär (Außenminister) William H. Seward. 1867 wurde Alaska verkauft. Am 10.Oktober wurde in der damaligen Hauptstadt Sitka die Zarenfahne eingeholt und das Sternenbanner gehisst, seit damals ist der “Alaska-Day” Feiertag.

Nach Seward wurde die Hafenstadt auf der Kenai-Halbinsel benannt (vgl. Tag 11 im Reiseprogramm). Von Orten wie Steklinsk oder Edigrad in Russland haben wir leider noch nichts gehört.

Blogbeitrag zum Alaska-Day… >>>

Nordost-Passage – Personenregister

in Ausarbeitung

Wo ist die Zeit geblieben?

1984 hat Amerika die Alaska-Zeit bis an die Datumsgrenze in der Beringstraße ausgedehnt. Somit gibt es dort statt -11 nur mehr -9 Stunden Zeitdifferenz zur Greenwich-Zeit (UTC-Time). Abgesehen davon, dass UTC-12 sowieso fehlt. Seit 2010 Russland UTC+12, also die ganz im russischen Fernen Osten geltende Zeitzone, abschaffte, fehlen auf beiden Seiten der Beringstraße insgesamt 4 Stunden…

Noch viel mehr Zeit haben die Einwohner Alaskas beim Verkauf durch Russland an die Vereinigten Staaten 1867 verloren, nämlich 11 Tage. Durch den Wechsel vom (russischen) julianischen auf den (westlich) gregorianischen Kalender. Im Zarenreich galt die julianische Zeitrechnung danach noch 50 Jahre (bis zur Oktoberrevolution/25.10.1917). Die für uns somit eine Novemberrevolution war und am 7.11., heuer genau vor 100 Jahren stattfand. Drei Monate später galt auch in Russland der gregorianische Kalender.

Wenn Sie sich intensiver mit den Eigenarten und Besonderheiten der Datumsgrenze und der Zeitzonen beschäftigen oder sich einfach noch mehr verwirren lassen wollen, empfehlen wir die Internetseite des Schweizers Siegfried Wetzel.

Zum besseren Verständnis haben wir die einzelnen Zeitzonen schon im Reiseprogramm entsprechend erwähnt und auch die Differenzen zu Österreich angeführt. Unsere Passage-Reisenden verlieren beim Flug über die Datumsgrenze keine Zeit. Im Gegenteil, der Reisetag hört fast nicht auf. Sie fliegen am Montag  Abend von Petropavlovsk/Kamtschatka in ca. vier Stunden Richtung Osten nach Anchorage/Alaska. Dort kommen sie am selben Tag morgens an, der Montag beginnt von Neuem. Ein weiterer, kleiner Vorteil: wir haben für Sie zweimal Frühstück bestellt.

Noch eine, nicht mehr aktuelle, Zeitkonfusion

Allgemein und in ganz Russland galt auf den Bahnhöfen, im Zug und natürlich auch im Fahrplan ausschließlich die Moskauer Zeit (MESZ+1). Am 1.August 2018 ging auch in Russland eine Epoche zu Ende: die Bahnzeit wurde auf lokale Zeit umgestellt.

Gefühlte Zeit

Nicht zufällig erinnert unser „In 18 Tagen um die Welt“ an den berühmten Roman von Jules Verne. Dessen Held, der Engländer Phileas Fogg (begleitet von Diener/„Passageleiter“ Passepartout), brauchte allerdings 80 Tage für seine Weltumrundung. Die ihn ebenso von Ost nach West und somit über die Datumsgrenze führte. Eigentlich hätte ihm der „gewonnene“ Tag schon bei Ankunft in San Francisco auffallen müssen und nicht erst bei seiner  Rückkehr nach London. Aber vielleicht hatte er durch seine bezaubernde Reisebegleiterin auch sein Zeitgefühl verloren.

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