Einzigartig – Außergewöhnlich – Transkontinental

Mit Flug und legendären Zügen in 18 Tagen um die Welt

Sibirien – Kamtschatka – Alaska – Kanada

Die Nordostpassage im eigentlichen Sinn ist der Seeweg entlang der nordeurasischen Küste, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Ihn suchten und erforschten Jahrhunderte lang Seefahrer und Entdecker wie Willem Barents und Vitus Bering. Erstmals durchfahren wurde sie  viele Monate lang erst 1879.

Unseren modernen Reiseweg nennen wir ebenso „Nordost-Passage“. Weil wir viele Monate lang mit einer Mischung aus Entdeckerlust und Fernweh, aber auch langjähriger touristischer Erfahrung und Kompetenz, eine außergewöhnliche Weltumrundung auf der Nordhalbkugel zusammen gestellt haben. Immer Richtung Osten, den pazifischen und atlantischen Ozean überquerend, alte und neue Welt verbindend. „Round-the-world“ in einer überschaubaren Gruppe gleichgesinnter Reisefreunde zu Natur- und Kulturwundern, durch spannende Geschichte und Gegenwart, zu indigenen Völkern und multikulturellen Metropolen. Begleitet und betreut von unserem „Passageleiter“ ab/bis Österreich und einem Team von erfahrenen, örtlichen Fremdenführern. Auf unserer Nordost-Passage Webseite finden Sie alle Details, Hinweise und Tipps sowie Hintergrundinformationen und Blogbeiträge.

Die Reise

Nordost-Passage - Der Reiseverlauf
  1. TAG/SO: Wien – Moskau – Sibirien

Verpflegung: –

Die Reiseteilnehmer der Nordost-Passage treffen sich mittags vor dem eigenen Passage-Check in-Schalter von Aeroflot am Flughafen Wien-Schwechat und werden von unserem Passageleiter begrüßt. Unsere Weltumrundung beginnt mit dem Flug via Moskau (Einreise Russland und Transit; Moskau-Zeit/MSK; UTC+3 =MESZ+1) nach Sibirien.

  1. TAG/MO: Westsibirien – Novosibirsk

Verpflegung: F / A

Am frühen Morgen (Omsk-Zeit;/OMST; Moskau+ 3; MESZ+4) Ankunft in Novosibirsk, drittgrößte Stadt Russlands und Hauptort Westsibiriens. Ihr Hotelzimmer steht sofort zur Verfügung, bis mittags ist ausreichend Zeit für Ausschlafen, Frühstück und Akklimatisieren. Während der Stadtbesichtigung sehen Sie das größte Opernhaus Russlands, besuchen das Transsib-Museum, die Alexander Newski-Kathedrale und die Nikolas-Kapelle. Am Ufer des breiten Flusses Ob steht vor der großen Eisenbahnbrücke das Denkmal von Zar Alexander III, dem Initiator der Transsibirischen Eisenbahn. Während des Welcome-Abendessens und beim traditionellen Begrüßungswodka bietet sich die Gelegenheit, die Passage-Mitreisenden näher kennenzulernen. Um  Mitternacht beginnt die Fahrt auf der legendären Transsib-Strecke vom größten Bahnhof Russlands. Ab nun ist der Weg das Ziel.

  1. TAG/DI: Durch die Taiga Sibiriens

Verpflegung: –

Wir fahren entspannt durch einen der schönsten Abschnitte der sibirischen Taiga, erleben den Wechsel der Landschaften von den Ebenen des Tieflands zu den Ausläufern des mittelsibirischen Berglandes. In Krasnojarsk wird der breite Jenessei–Fluss überquert. Die Stationsaufenthalte werden gerne zum Einkaufen und Fotografieren genutzt. Ein Speisewagen in der Mitte des Zuges steht den Fahrgästen für die Mahlzeiten und auch zwischendurch zur Verfügung. Ihr Passageleiter hilft Ihnen bei der Platzreservierung, bei der Speiseauswahl und gibt Ihnen während der Fahrt gerne auch wertvolle Erklärungen und Informationen über Sibirien.

  1. TAG/MI: Ostsibirien – Irkutsk – Ust Orda – Baikalsee

Verpflegung: M

Vormittags (Irkutsk-Zeit/IRKT; Moskau+5; MESZ+6) Ankunft in Irkutsk, seit frühen Zarenzeiten „Fenster nach Osten“, Verbannungsort, heute Handelszentrum und Hauptstadt Ostsibiriens. Von hier fahren wir in die sibirische Taiga in die Ortschaft Ust Orda, einem der Zentren der Burjaten. Diese mit den Mongolen verwandte Volksgruppe ist stark geprägt vom Schamanismus, der uralten, animistischen Naturreligion, über die ein Besuch im örtlichen Museum informiert. Danach erwartet uns ein Schamane (burjatisch: „Boo“ – der singende Mensch), in einer Jurte können wir  einer schamanischen Zeremonie beiwohnen (die mittels Trommel und Rauch herbeigerufenen Geister werden uns auf unserer Weltumrundung beschützen). Auf Schamanenrituale in ähnlichen Ausprägungen trifft man auch  bei den Minderheiten Kamtschatkas, bei den Eskimos Alaskas (Yupiks) und den Athapaska-Indianern im Norden Amerikas. Zu Mittag lernen wir die burjatische Küche kennen und erleben Darbietungen burjatischer Folklore. Gegen Abend erreichen wir den Angara-Ursprung mit dem Schamanenstein und erblicken erstmals den Baikalsee, die „Perle Sibiriens“. Wir übernachten im Dorf Listvjanka nahe dem Seeufer.

  1. TAG/DO: Listvjanka – Talzy – Irkutsk

Verpflegung: F / M

Der Baikal ist das „heilige Meer“ der Burjaten, der tiefste und älteste Süßwassersee der Erde und Weltnaturerbe. Details erfahren Sie beim Besuch im Seekundemuseum, wo auch zwei Nerpas, die nur im Baikal vorkommenden Süßwasserrobben, zu sehen sind. Kurzer Spaziergang durch Listvjanka mit Besuch der Nikolai-Kirche. Am lebhaften Fischmarkt lernen wir den mit dem Lachs verwandten Omul kennen, auch ihn gibt es nur im Baikal. Dass er auch schmeckt erleben wir beim Mittagessen im Freilichtmuseum „Taltzy“. Hier befinden sich nicht nur eine alte Festungsmauer und der aus Holz und ohne Nägel errichtete Spasski-Turm aus dem 17. Jahrhundert, sondern auch die traditionellen Dorfhäuser der Sibirjaken, die Jurten der Burjaten und die Zelte der Urbevölkerung der Evenken (von denen das Wort „Schamane“ abstammt). In Irkutsk angelangt besichtigen wir Erlöser-Kirche und Gotteserscheinungs-Kathedrale, das Zarendenkmal an der Angara-Flusspromenade und das historische Zentrum. Abends ist ausreichend Zeit zur Erforschung des Altstadtviertels „Quartal 130“ mit seinen renovierten, typischen Holzhäusern. In der beliebten Fußgängerzone befinden sich nette Lokale und Geschäfte. Unser Passageleiter lädt Sie noch zu einem kleinen Abschiedstrunk ein, bevor uns der Bus zum Flughafen bringt.

  1. TAG/FR: Russisch-Fernost – Vladivostok

Verpflegung: F

Nachtflug über Ostsibirien und das Amurgebiet Richtung Ferner Osten. Am Morgen (Vladivostok-Zeit/VLAT; Moskau + 7; MESZ+8) Ankunft in Vladivostok, der Handelsmetropole und bedeutenden Hafenstadt am hier gar nicht so Stillen Ozean. Ihr Hotelzimmer steht sofort zur Verfügung. Am Nachmittag zeigen wir Ihnen die Sehenswürdigkeiten der 1860 gegründeten Siedlung am Goldenen Horn, die zu UdSSR-Zeiten für Besucher „gesperrte Stadt“ war. Wir spazieren durch die Fußgängerzone, sehen historische Gebäude (z.B. das Kaufhaus GUM) und den großen Hafen. Wir besichtigen die Zitadelle, das Zar Nikolai-Triumphtor, aber auch den sehenswerten, 1891 errichteten Bahnhof, in dem die Transsibirische Eisenbahn aus Moskau nach 9288 Kilometern einfährt. Die neue, imposante Schrägseilbrücke (mit der weltweit größten mittleren Stützweite von 1104 Metern und 320 Meter hohen Pylonen) führt uns auf die Russkij-Insel, heute Erholungsgebiet, Universitätscampus und Konferenzzentrum.

  1. TAG/SA: Kamtschatka

Verpflegung: F / A

Am Morgen Weiterflug über die Insel Sachalin und das Ochotskische Meer. Mittags (Petropavlovsk-Kamtschatki-Zeit/PETT; Moskau+ 9; MESZ+10) landen wir in Petropavlovsk, Hauptstadt der Halbinsel Kamtschatka. Wir sind umgeben von beeindruckenden Vulkankegeln (UNESCO-Weltnaturerbe). Gleich beginnt die Stadttour, die uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt zeigt. Wir sehen auch das Denkmal des dänischen Forschers und Seemanns Vitus Bering. Er ist Gründer der Stadt und segelte vom Peterpauls-Hafen im Auftrag von Peter I. als erster Westeuropäer bis nach Alaska. Ein Besuch im Regionsmuseum ermöglicht uns erste, wichtige Einblicke in die vielfältige Flora und Fauna und das Leben auf Kamtschatka. Vom Petrovskaya Hügel hat man einen tollen Ausblick auf die Avacha-Bucht und den Viljutschinsky-Vulkan. Anschließend zirka einstündige Fahrt nach Paratunka, bekannt und beliebt durch seine heißen Quellen. Auch unser Hotel, das zu den  besten Kamtschatkas zählt, verfügt über Außenpools mit warmem Thermalwasser.

  1. TAG/SO: Paratunka – Mutnovsky

Verpflegung: F / Lunchbox

Tagesausflug zum südlich gelegenen Vulkankegel Mutnovsky (2322m), einem der aktivsten und spektakulärsten der Feuerberge und einer der Höhepunkte unseres Kamtschatka-Aufenthalts und der gesamten Passage. Mit dem Allradbus geht es über holprige Straßen bergauf, nahe dem Vulkan Viljutschinky machen wir eine erste Pause. An den Abhängen des Mutnovsky teilt sich unsere Gruppe, Sie wählen Ihre Wanderung:

  • Teilgruppe 1 fährt, begleitet von einem Nationalpark-Ranger, zu den heißen Datschnye-Quellen nahe dem Geothermalkraftwerk am Südausläufer des Mutnovskys. Wegen seiner Dampfsäulen und Fumarolen und den Schlammblasen wird das Gebiet auch als „kleines Tal der Geysire“ bezeichnet. Kurze, leichte Wanderung (keine besonderen Anforderungen oder Vorbereitung notwendig) und Möglichkeit zum Baden in den natürlichen Thermalwasserbecken. Anschließend Weiterfahrt zum Spokoiny-Wasserfall.
  • Gruppe 2 fährt vorbei an Wiesen und blauen Gletscherseen soweit als möglich zum Fuß des Mutnovskys, wo die Wanderung auf den auch im Sommer teilweise von Schnee bedeckten Vulkan beginnt. Ein erfahrener Bergführer begleitet uns beim Aufstieg (ca. 3-4 Stunden/ max. 600 Höhenmeter; Grundkondition und Ausdauer sowie Trittsicherheit erforderlich) über Schnee- und Lavafelder , vorbei an Gletscherresten, Eishöhlen und bizarren Felsformationen bis in den Mutnovsky-Krater, wo wir auf Schwefeldämpfe ausstoßende Fumarolen, Dampfsäulen und Schlammbecken treffen.

Ein Ausflug inmitten eindrucksvoller Natur und hochaktiver Erdgeschichte zwischen Feuer und Eis. Inklusive ausreichend Pausen unterwegs sind wir alle den ganzen Tag auf Tour. Gegen Abend Rückkehr in unser Hotel in Paratunka.

  1. TAG/MO: Paratunka –Kurilen-See oder Petropavlovsk – Alaska/Anchorage

Verpflegung: 2 x F

Heute beginnt der wahrscheinlich längste Tag im Leben unserer Passage-Reisefreunde. Vorerst entspannt, ausschlafend oder im Thermalpool  unseres Hotels relaxend. Mittags Fahrt nach Petropavlovsk. Wir besuchen das Vulkanmuseum und haben Zeit für Marktbesuch und Souvenirkauf im Stadtzentrum.

Alternativ empfehlen wir einen Ausflug mit dem Hubschrauber zum im Süden der Halbinsel liegenden  Kurilen-See (fakultativ, ca. 6 Stunden, wetterabhängig; inkl. Mittagessen). Dieser ist der ideale Ort zur unmittelbaren Beobachtung der Kamtschatka-Bären, die hier die unzähligen Lachse jagen. Vom Helikopter aus bieten sich zudem eindrucksvolle Ausblicke auf Pazifik und die Vulkane des Südens. Zusätzlich Landung im Kessel (Caldera) des Ksudatsch-Vulkans und Besuch der thermischen Quellen am Vulkan Khodutka.

Wieder gemeinsam erleben wir eine Vorführung  traditioneller Tänze und Lieder der nordsibirischen Minderheiten auf Kamtschatka, die mit ihrem Rhythmus und Trommeln bereits die Verbindung mit den Indianern Amerikas zeigen. Danach laden wir Sie zu einer üppigen Lachskaviar-Verkostung ein. Abends verlassen wir den eurasischen Kontinent, wir folgen der NordostPassage, fliegen weiter nach Osten Richtung „Neue Welt“. Nur etwas mehr als 1000 Kilometer nördlich von uns liegt die nach Bering benannte Meeresstraße, die Eurasien und Amerika trennt. Vor über 20 000 Jahren gab es hier die Landbrücke „Beringia“, die von Völkern Ostsibiriens besiedelt wurde. Als vor ungefähr 11000 Jahren der Meeresspiegel wieder anstieg, zogen sie weiter, nach Alaska, dann süd- und ostwärts. Sie waren die Vorfahren der Indianer und Eskimos, der indigenen „Natives“ oder „First Nations“. Wir folgen den Spuren der Ureinwohner Amerikas.

Wir überfliegen nicht nur das Bering-Meer und die Aleuten, sondern auch die Datumsgrenze, und beginnen den Montag nochmals (schon frühere Passage-Reisende wussten: „Von Ost nach West halt’s Datum fest“). Am Morgen (Alaska Daylight Time; ADT; UTC -8, MESZ-10) Ankunft in Anchorage, der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Alaska (bis zum Verkauf vor 150 Jahren noch „Russisch-Amerika“). Nach den kurzen Einreiseformalitäten erreichen wir innerhalb weniger Minuten unser Hotel, direkt am Lake Hood gelegen. Unsere Zimmer stehen sofort zur Verfügung, ideal, um etwas Schlaf nachzuholen. Nachmittags besuchen wir das „Alaska Native Heritage Center“, das uns Einblicke in die verschiedenen Kulturen der Urbevölkerung gibt. Im Außenbereich um  den kleinen Tiuana-See sehen wir die traditionellen Unterkünfte der Athapasken, Yupiks, Haidas, Aleuten und anderer indianischer Stämme. Danach spazieren wir durch die kleine Innenstadt zwischen alten Gebäuden und modernen Hochhäusern. Endpunkt unserer Tour ist der Resolution Park mit dem Denkmal von Captain James Cook. Blicken wir mit ihm auf den nach ihm benannten Cook Inlet-Meeresarm, bewundern wir mit ihm, sozusagen von Entdecker zu Entdecker, die imposanten Bergketten der Umgebung in der nur langsam untergehenden Sonne.

  1. TAG/DI: Anchorage – Kenai-Halbinsel

Verpflegung: M

Vormittags zirka vierstündige Fahrt mit dem Panoramazug der berühmten Alaska Railroad auf die Kenai-Halbinsel. Die Strecke entlang dem Turnagain-Meeresarm, dann durch die Berge (Grandview Pass) mit Blick durch die Panoramafenster auf Gletscher, Flüsse und Seen zählt zu den landschaftlich beeindruckendsten Abschnitten Alaskas. Im Hafenstädtchen Seward beginnt unser halbtägiger, spektakulärer Schiffsausflug in den Kenai Fjords Nationalpark, durch die Ressurection Bay und zum Kap Aialik, der uns Wal- und Robbenbeobachtungen ermöglicht. Wir kreuzen zwischen kalbenden Eisbergen des Holgate-Gletschers und dem Vogelparadies der Chiswell Inseln. Mittagessen an Bord. Nach Rückkehr können Sie entweder Seward erforschen oder einen Ausflug zum nahen Harding Icefield unternehmen (verbunden mit einer kurzen, leichten Wanderung zur Zunge des Exit-Gletschers). Mit dem Bus geht es gegen Abend zurück nach Anchorage.

  1. TAG/MI: Denali – Nationalpark

Verpflegung: F

Heute fahren wir weiter nordwärts. Zuerst halten wir im nahen Eklutna, wo Erbe und Tradition der zu den Athapasken zählenden Tanaina-Indianer hochgehalten werden. Besonders außergewöhnlich: wir besuchen den russisch-orthodoxen Indianerfriedhof mit der Nikolai-Kirche und den bunten Geisterhäuschen. Danach stoppen wir in Talkeetna, frühere Athapaskensiedlung, Goldgräberort und Bahnstation. Schon von hier können wir mit etwas Wetterglück das gewaltige Massiv des Denali (bis 2015: Mt. McKinley; höchster Berg Nordamerikas) erkennen. Mittags erreichen wir den Eingang des Denali-Nationalparks, dem größten, geschützten Ökosystem der Welt. Er feierte 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Wir haben Zeit zum Besuch des Visitor Centers, danach folgt eine mehrstündige Bustour durch das riesige, eindrucksvolle Nationalparkgelände, bei der Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Grizzlybären, Elche, Karibus, Dallschafe, Murmeltiere und Schneehühner sehen können. Abends beziehen wir unsere Zimmer im Grizzly Bear Resort direkt am Nenana River.

  1. TAG/DO: Fairbanks –Vancouver

Verpflegung: F

Wir verlassen den Denali Richtung Norden und fahren durch unberührte Taigalandschaft. Unterwegs halten wir kurz in Nenana, werden vom Leiter des historischen Bahnhofs begrüßt und durch das kleine Museum geführt. Wir passieren die von Klondike-Goldgräbern gegründete Pionierstadt Fairbanks, heute zweitgrößte Stadt Alaskas und Hauptort der Zentralregion (Alaska Interior), fahren ins nahe Tanana-Valley. Wir treffen auf die berühmte Transalaska-Pipeline. Hier ist auch der nördlichste Punkt unserer gesamten Weltreise, nur etwas weniger als 200 Kilometer trennen uns vom Polarkreis. Wir können Alaska nicht ohne ein bisschen Goldrausch verlassen und versuchen unser Glück bei den „Gold Daughters“. Wir erhalten eine Pfanne und können unter fachkundiger Anleitung unser persönliches Alaska-Gold auswaschen (und mitnehmen). Nach Mittag sind wir wieder zurück in Fairbanks, Industrie- und Universitätsstadt, beliebtes Reiseziel, Kultur- und Kunstzentrum. Wir haben ausreichend  Zeit für einen Spaziergang durch die Downtown mit dem nahen Chena-Fluss. Nur wenige Minuten sind es danach bis zum Flughafen, unsere Passage geht weiter. Mit Alaska Airlines fliegen wir gegen Abend entlang der kanadischen Pazifikküste südwärts und erreichen um Mitternacht (Pacific Daylight Time/PDT; UTC-7; MESZ-9) Vancouver, gleich danach auch unser nahes, komfortables Hotel.

  1. TAG/FR: Vancouver

Verpflegung: F

Heute können Sie wieder etwas länger ruhen, die Stadtbesichtigung beginnt erst am späten Vormittag. Die westkanadische Metropole Vancouver, EXPO- und Olympiastadt, wird von vielen wegen ihrer durch Meer und Gebirge geprägten Lage als eine der schönsten Städte der Welt bezeichnet. Wir besuchen den Stanley Park (und können die kunstvoll geschnitzten und bemalten Totempfähle der Haida-Indianer bewundern), Chinatown und Gastown (mit der berühmten Dampfuhr). Unsere Tour endet im Zentrum mit der Fahrt durch die Robson Street, der wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt. Am Canada Place haben Sie dann auch freie Zeit, um bei einem Spaziergang Sehenswertes, Geschäfte und Lokale zu erkunden. Besuchen Sie zum Beispiel die Aussichtsplattform des Vancouver Outlook-Turms (es gibt auch ein drehendes Restaurant).

Vielleicht wollen Sie aber auch die Stadt und die nahe North Shore Bergkette von einer ganz anderen Perspektive kennenlernen? Dann empfehlen wir einen 20-minütigen Rundflug mit einem einmotorigen Wasserflugzeug.

Abends Bustransfer zur Pacific Central Station, wo einer der berühmtesten Züge des Landes auf uns wartet. „The Canadian“ verbindet auf 4466 Schienenkilometern Vancouver mit Toronto, den Pazifik mit dem Atlantik. Wir befahren den landschaftlich schönsten und spektakulärsten Abschnitt auf rund einem Viertel der Gesamtstrecke.

  1. TAG/SA: Rocky Mountains – Edmonton

Verpflegung: –

Frühaufsteher können sich schon die Beine beim morgendlichen Stopp am Bahnhof der früheren Indianersiedlung und Goldgräberstadt Kamloops vertreten. Bald danach erreicht der Zug in Blue River die Rocky Mountains, zu beiden Seiten steigen allmählich die Berge bis zu 3000 Meter Seehöhe an. Sie können die unberührte Natur, Wälder, Flüsse, Felswände, Wasserfälle und die Tierwelt ideal von Ihrem komfortablen Sitzplatz oder durch die Panoramafenster des Skyline-Wagons betrachten. Später taucht links das atemberaubende Massiv des Mount Robson auf, mit knapp 4000 Metern der höchste Berg der kanadischen Rockies. Danach begleitet uns über zehn Kilometer das grüne Wasser des Moose Lake (Elchsee). Die Station Jasper im gleichnamigen Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) erreichen wir lt. Fahrplan um 16.00 (Mountain Daylight Time/MDT; UTC-6, MESZ-8). Exakt 1,5 Stunden hält der Zug in der Station. Rund um den Bahnhof gibt es viel zu sehen: Besucherzentrum und Souvenirshop; einen fast 14 Meter hohen Totempfahl der Haida-Indianer. Oder Sie genießen einfach das überwältigende Bergpanorama. Mehr als rechtzeitig zur Abfahrt sind wir wieder in unserem Wagon. Gegen Abend verlassen wir das Gebiet der Rockies, der „Canadian“ fährt nun durch die Ebenen der westkanadischen Prärie. Unsere Bahnetappe endet spätabends in Edmonton, Hauptstadt der Provinz Alberta.

  1. TAG/SO: Edmonton – Ostkanada/Niagara Falls

Verpflegung: F

Vormittags Abflug mit Air Canada weiter ostwärts, wir überqueren die Prärie und danach die Great Lakes. Das Gebiet der fünf Großen Seen bildet die größte Binnenwasserfläche der Erde (mit ähnlichem Wasservolumen wie der Baikalsee). Ankunft am Flughafen Toronto nachmittags (Eastern Daylight Time/EDT; UTC-4, MESZ-6), der Bus bringt uns direkt nach Niagara Falls an der Grenze zu den USA. Hier verbindet der Niagara River zwei der fünf Seen (Erie und Ontario) über die spektakulären, mehr als 50 Meter hohen, weltberühmten  Wasserfälle. Von der Uferpromenade (an der auch unser Hotel liegt) kann man die in den USA liegenden American Falls und die noch mächtigeren, kanadischen Horseshoe (Hufeisen) Fälle bewundern. Am Abend spazieren wir zu den besten Aussichtspunkten am Parkway und erleben die bis Mitternacht bunt beleuchteten Wasserfälle und das sonntägliche Feuerwerk.

  1. TAG/MO: Niagara Falls –Toronto

Verpflegung: F

Der Vormittag steht zur freien Verfügung: erforschen Sie das Stadtzentrum und besuchen Sie den nahen Skylon-Tower, von dessen 160 Meter hoher Spitze sich ein imposantes Panorama ausbreitet. Sie können aber auch eine halbstündige Bootsfahrt mit der „Maid of the Mist“ direkt zu den Wasserfluten unternehmen oder einen kurzen Hubschrauberrundflug buchen (fakultativ). Ihr Passageleiter unterstützt Sie dabei gerne. Am frühen Nachmittag bringt uns der Reisebus nach Toronto, Hauptstadt der Provinz Ontario. Der 553 Meter hohe CN-Tower ist schon von Weitem zu erkennen. Unser Hotel befindet sich unmittelbar in der Downtown, es empfiehlt sich ein Spaziergang in der Yonge Street, wo zahlreiche Lokale und Geschäfte (z.B. Eaton Shopping Center) zum Besuch einladen.

  1. TAG/DI: Toronto – Brüssel

Verpflegung: F / M

Vormittags lernen wir bei einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten (u.a. Rathaus, Parlament, Finanzdistrikt) der von Wolkenkratzern, aber auch von viktorianischen Bauten geprägten Metropole aus der Nähe kennen. Danach können wir die atemberaubende Skyline, Waterfront und die Toronto Inseln bewundern: an Bord eines Ausflugsschiffes genießen wir bei einer zweistündigen Kreuzfahrt unser Passage-Abschiedsessen. Anschließend bringt uns der Bus zum Pearson Airport, wir starten zur letzten Etappe unserer Passage. Über Nacht überqueren wir mit Brussels Airlines den Atlantik Richtung „alter Kontinent“.

  1. TAG/MI: Brüssel – Wien

Nach dem Transitstopp am Morgen landen wir mittags (MESZ; +10 zu Kamtschatka, -10 zu Alaska) in Wien, wir haben die Welt umrundet. Ihr Passageleiter kann Ihnen zum Abschied mit Recht und Freude das „Nordost-Passage“- Diplom überreichen.

NordostPassage - Termine & Preise

Alle Reisetermine finden in der bezüglich Wetter/Klima und Natur besten Jahreszeit statt!

Termin 1: 22. Juli bis 08. August 2018   Ausgebucht!  Passageleiter: Walter Tretenhahn

Termin 2: 12. August bis 29. August 2018   Nur noch 3 Plätze verfügbar!   Passageleiter: Dr. Wolfgang Schuster

Termin 4: 26. August bis 12. September 2018   Ausgebucht!  Passageleiter: Dr. Karl Jeller

Pauschalpreis pro Person im Doppelzimmer: € 8.990,-     Hochsaisonzuschlag € 380.-

Einbettzimmerzuschlag: € 1.440,-

Aufzahlung Business-Klasse für die Strecken Wien-Moskau-Novosibirsk (Aeroflot) sowie Toronto-Brüssel-Wien (Brussels Airlines und AUA) oder Economy Privilege Klasse (Toronto-Brüssel; Brussels Airlines) auf Anfrage!

Bahnfahrten – Aufzahlung auf Kategorie Superior:

Transsib: 4-Bettabteil zur Zweiernutzung: € 125.-

Alaska Railroad: Kategorie Gold Star:  € 125.-

The Canadian (auf Anfrage; entsprechend Verfügbarkeit): Kategorie Sleeper Plus: ab € 350.-

Ermäßigter Gesamtpreis für alle drei Bahnfahrten:  ab € 530.-

Fakultativleistungen

Helikopterrundflug zu den Bären am Kurilensee in Kamtschatka (9.Reisetag): € 685.-

Rundflug mit dem Wasserflugzeug in Vancouver (13.Reisetag):  € 145.-

Visabesorgung Russland 

Inkl. Online-Beantragung, Konsulatsgebühr und Besorgung € 130.-

NordostPassage - Inkludierte Leistungen

Im Pauschalpreis sind folgende umfangreichen Reiseleistungen enthalten:

  • Linienflüge Wien-Moskau-Novosibirsk und Irkutsk-Vladivostok-Petropavlovsk mit Aeroflot Group; Petropavlovsk-Anchorage mit Yakutia Air; Fairbanks-Vancouver mit Alaska Air; Edmonton-Toronto mit Air Canada; Toronto-Brüssel-Wien mit Brussels Airlines/Austrian oder anderen IATA-Fluggesellschaften. Alle Flüge in der Economy Klasse; ein aufzugebendes Gepäckstück (max 23kg); Bordverpflegung
    Business Klasse auf den Langstrecken (Aeroflot/Wien – Moskau – Novosibirsk und Brussels
    Airlines/Toronto – Brüssel – Wien) oder Economy Privilege Klasse (Brussels Airlines/Toronto-Brüssel) auf Anfrage gegen Aufzahlung möglich
  • Inkludierte Taxen, Steuern und Flugabgabe sowie USA Arrival fee: € 581.-
  • Bahnfahrten in der Basis-Kategorie: Novosibirsk-Irkutsk (Transsib Express/2.Kl., 4-Bettabteil), Anchorage-Seward (Alaska Railroad/Adventure Class) und Vancouver-Edmonton (The Canadian/Economy Sleeper Klasse)
    Bahnfahrten in der Superior-Kategorie gegen Aufzahlung möglich
  • Alle Transfers, Stadttouren und Ausflüge in Bussen mit Klimaanlage (in Kamtschatka zusätzlich Vulkanausflug mit speziellen Allradbussen)
  • 15 Übernachtungen in Komforthotels, davon 3 mit komfortablem early check-in
  • 14 x Frühstück (zumeist als Buffet)
  • 5 x Mittagessen
  • 2 x Abendessen
  • Lachskaviarverkostung in Petropavlovsk
  • Umfangreiches Besichtigungs- und Ausflugsprogramm inkl. Eintritte, Nationalparkgebühren, Bewilligungen und Abgaben
  • Schiffstouren (Baikal, Kenai, Toronto)
  • Folkloredarbietungen und Schamanentreffen entsprechend Programm
  • Lokale erfahrene, deutschsprachige Fremdenführer
  • Erfahrener Passageleiter ab/bis Wien
  • Ausführliche Informationen und Reisetipps
  • Spezielle Reisewebseite nordostpassage.at mit vielen Detailinfos, Bildern, Links, Geschichte und Geschichten
  • Visabestätigung zur Vorbereitung des Russland-Visum

Nicht inkludiert:

  • Visabesorgung Russland (übernimmt der Reiseveranstalter)
  • Reiseversicherung (Beratung und Buchung in Ihrem Reisebüro)
  • Zusätzliche Mahlzeiten
  • Getränke
  • Fakultative Programme
  • Trinkgelder
NordostPassage - Reiseveranstalter & Buchungsstellen

Infos & Buchungen

Die Nordost-Passage kann beim Reiseveranstalter Tai Pan Touristik und in allen Filialen von ÖAMTC Reisen gebucht werden.

 

  • Tel 01 90229 999
  • Internet  taipan.at 
  • Tai Pan ReiseCenter:  1130 Wien, Hetzendorfer Straße 191

 

1010 Wien, Schubertring 1-3, Tel. (01) 711 99 34002

1030 Wien, Baumgasse 129, Tel. (01) 711 99 35400

1100 Wien, Wienerbergstraße 27c, Tel. (01) 608 93 34100

1150 Wien, Schanzstraße 44, Tel. (01) 981 20 34200

1210 Wien, Shuttleworthstraße 8, Tel. (01) 294 41 41 34300

1220 Wien, Franz-Fellner-Gasse 1, Tel. (01) 250 96 34400

2500 Baden, Zubringerstraße 99, Tel. (02252) 49126

2700 Wr. Neustadt, Wiener Straße 48, Tel. (02622) 843 89

3100 St. Pölten, Schulze-Delitzsch-Straße 3, Tel. (02742) 470008

3500 Krems, Bertschingerstraße 1, Tel. (02732) 76688

3580 Horn, Hauptplatz 6, Tel. (02982) 4276

4020 Linz, Wankmüllerhofstraße 60, Tel. (0732) 34 12 75

4320 Perg, Hauptplatz 11, Tel. (07262) 584 37

5020 Salzburg, Alpenstraße 102, Tel. (0662) 62 66 16

5301 Eugendorf, Moosstraße 37, Tel. (06225) 28439

6020 Innsbruck, Andechsstraße 81, Tel. (0512) 3320 35600

6850 Dornbirn, Untere Roßmähder 2, Tel. (05572) 23232 77123

8010 Graz, Radetzkystraße 11-13, Tel. (0316) 82 69 67

9020 Klagenfurt, Alois-Schader-Straße 11, Tel. (0463) 50 2200

9500 Villach, Gewerbezeile 1, Tel. (04242) 31 20 82

Reiseveranstalterinformation

Veranstalter: Tai Pan Touristik GmbH, Hetzendorferstrasse 191, 1130 Wien (Veranstalternummer 1998/0166). Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen (ARB 1992) in der letztgültigen Fassung bzw. die Reisebedingungen der Tai Pan Touristik GmbH. Zusätzlich zu den Allgemeinen Reisebedingungen gelten folgende besondere Rücktrittsbedingungen: Storno ab Buchung bis 90 Tage 10% des Pauschalreisepreises; vom 89. Tag bis 60. Tag 25%; vom 59. Tag bis 45. Tag 45%; vom 44. Tag bis 30. Tag 65%; vom 29. Tag bis 20. Tag 85%; vom 19. Tag bis 5. Tag 95%. Danach sowie bei No Show 100% des Reisepreises.

Gemäß Reisebürosicherungsverordnung (RSV) sind Kundengelder bei Pauschalreisen dieses Veranstalters unter folgenden Voraussetzungen abgesichert: Die Anzahlung erfolgt frühestens 11 Monate vor dem vereinbarten Ende der Reise und beträgt 10% des Reisepreises. Die Restzahlung erfolgt frühestens 20 Tage vor Reiseantritt – Zug um Zug gegen Aushändigung der Reiseunterlagen an den Reisenden. Darüber hinausgehende oder vorzeitig geleistete An- bzw. Restzahlungen dürfen nicht gefordert werden und sind auch nicht abgesichert. Garant ist die “call us“ (HUG270262/13), Waschhausgasse 2, 1020 Wien. Im Insolvenzfall sind sämtliche Ansprüche innerhalb von 8 Wochen ebenfalls beim zuständigen Insolvenzabwickler “call us“, Waschhausgasse 2, 1020 Wien anzumelden.

Kurzfristige Änderungen der Programme, Leistungen und Preise, die Berichtigung von Irrtümern, Druck –und Rechenfehlern, Wechselkurse und Tarifänderungen, insbesondere jene von Verkehrsträgern, sind ausdrücklich vorbehalten. Alle Preise in Euro pro Person. Stand der Tarife September 2017.

Information

Das Reiseprogramm der „Nordost-Passage“ wurde von Fachleuten, von Touristikern mit vielen Jahren Kompetenz, Erfahrung und viel Landes- und Ortskenntnissen entwickelt und ausgearbeitet. Unsere mitfahrenden Passageleiter kennen den Globus und haben bereits zahlreiche Gruppen begleitet und betreut. Sie sind also bei der „Nordost-Passage“ in guten, erfahrenen Händen.

Hier finden Sie Basisinfos, die Ihnen zusätzliche Entscheidungshilfen bei der Buchung Ihrer Weltumrundung liefern – entsprechend unserer langjährigen Erfahrung bei der Vorbereitung und Durchführung von Individual- und Gruppenreisen weltweit.

Weitere detaillierte Reiseinformationen sowie nützliche Tipps und Hinweise erhalten alle Passage-Reisende nach Buchung im Verlauf der  Folgekorrespondenz. Finden Sie hier nun die  Antworten auf die vorab am häufigsten gestellten Fragen:

Reisezeit/Klima

Russland

In Sibirien herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommer sind warm, ab Mitte Juli und im August kann es tagsüber auch heiß (bis zu 30 Grad) werden. Die Niederschläge nehmen zwar nach Osten hin ab, an der Pazifikküste herrscht jedoch ozeanisch-feuchtes Klima und Monsuneinfluss; die durchschnittlichen Tagestemperaturen bewegen sich um die 17 Grad. Das Wetter auf Kamtschatka kann auch im warmen Sommer wechselhaft sein, der August ist stabiler. Trotzdem können in den Vulkanbergen plötzlich Wind, Regen und Nebel auftreten. Die Temperaturen in der Ebene betragen im Schnitt um die 15 bis maximal 25 Grad. Die Abende sind kühl.

USA/Alaska

Das Wetter in Alaska ist relativ instabil und wechselhaft. Der Sommer, die Zeit zwischen Juni und Ende August, ist die wärmste und angenehmste Reisezeit. Vor allem in Zentralalaska (Interior) kann es hochsommerlich warm werden, Tagesspitzen bis zu 28 Grad sind nicht ungewöhnlich. Im Süden, an der Küste, ist es kühler und feuchter mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 22 Grad. Die Abend/Nachttemperaturen können jeweils bis zu 10 Grad darunter liegen.

Kanada

Aufgrund der räumlichen Erstreckung gibt es große Unterschiede. Feuchtes, pazifisches Klima an der Westküste, trockenes Kontinentalklima in den Prärieprovinzen, atlantisches, vom Golfstrom beeinflusstes Klima im Osten. Die Sommermonate zählen erfreulicherweise sowohl in Vancouver, besonders aber in Toronto zur regenärmeren Zeit (5-7 Regentage pro Monat). Die Höchsttemperaturen betragen zwischen 20 und 25 Grad, abends sind Werte um die 10 bis 15 Grad zu erwarten.

Gesundheit

Generell und für die gesamte Reise gilt:

  • Für drogenhältige bzw. rezeptpflichtige Medikamente ist die Mitnahme einer ärztlichen Verschreibung erforderlich (am besten auf englisch).
  • Regelmäßig einzunehmende Medikamente sollten im Handgepäck befördert werden.
  • Es wird empfohlen, ca. acht Wochen vor Reisebeginn den Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung betreffend Impfungen zu kontaktieren. Informationen erhalten Sie auch beim Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs bzw. bei den tropenmedizinischen Instituten
  • Auf die allgemein gültigen Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) ist zu achten. Auffrischungsimpfungen sind alle 10 Jahre empfohlen. Auch Erwachsene sollten einen nachgewiesenen Impfschutz gegen Mumps, Masern, Röteln haben. Eine weitere, zusätzliche Prophylaxe ist nicht erforderlich.
  • Es bestehen keine Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer alle Risiken umfassenden Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und den Krankenrücktransport mit ausreichender Gültigkeitsdauer und Leistungsumfang wird wegen der sehr hohen Arzt- und Spitalskosten dringend empfohlen.
  • In allen von uns besuchten Städten gibt es gut ausgestattete Apotheken. Die Medikamentenbezeichnung kann allerdings von den bei uns verwendeten abweichen.

Rauchverbote sind unbedingt einzuhalten, Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit ist strafbar.

Russland

Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht nicht immer dem europäischen Standard, die medizinische Versorgung in den Großstädten und in privaten Kliniken und Arztpraxen ist deutlich besser. Unsere lokalen Fremdenführer stehen im Notfall beratend, helfend und fürs Übersetzen zur Verfügung.

USA/Alaska

Kanada

Kleidung

Details und Empfehlungen übermitteln wir nach Buchung in der Folgekorrespondenz.

Gepäck/Ausrüstung

Details, Empfehlungen und eine Packliste übermitteln wir nach Buchung in der Folgekorrespondenz.

Zeitunterschied

Im Verlauf unserer Weltumrundung reisen wir zwischen +20 und -20 Stunden UTC (Greenwich) und überqueren die Datumsgrenze. Im Reiseprogramm sind die einzelnen Zeitzonen und Differenzen bereits angeführt. Lesen Sie auch unser Kapitel „Wo ist die Zeit geblieben?“ bei  „Interessantes“.

Einreise/Reisepass/Visum

Generell gilt: der Reisepass muss noch zumindest sechs Monate nach Ausreise (konkret ab Toronto) gültig sein und auch ausreichend leere Seiten (zumindest 1 Doppelseite je Visum und Platz für die Ein/Ausreisestempel) aufweisen.

Einreise Russland

Ein (Touristen)Visum ist zwingend vorgeschrieben. Die Besorgung, inklusive Online-Beantragung und Einreichung, wird von uns als Reiseveranstalter übernommen. Details und genaue Bestimmungen erhalten Sie nach Buchung von Ihrem Reisebüro.

Benötigt werden der gültige Reisepass, der zumindest eine freie Doppelseite aufweisen muss, ein aktuelles, färbiges Passfoto (mit weißem/hellen Hintergrund) und der Nachweis einer Reiseversicherung für (zumindest) Russland (Russische Föderation).

Die Kosten für das Normalvisum betragen inklusive Onlinebeantragung,  Konsulargebühren und Besorgung  € 130,- pP. Bei Zurückweisungen des Antrags durch das Konsulat z.B. bei fehlerhaften Unterlagen oder bei Überschreitung der Abgabefrist müsste der Antrag separat und express eingereicht werden. Die zusätzlichen Kosten dafür betragen in Summe € 115,-pP.

Das russische Visum wird in den Reisepass geklebt. Weitere Details finden Sie auf der Homepage des Konsulats der Russischen Föderation.  Den Reisepass inklusive Visum erhalten Sie dann (soweit nicht individuell anders vereinbart) gemeinsam mit den Reiseunterlagen.

Einreise USA/Alaska

Eine Visapflicht gibt es grundsätzlich für touristische Reisen nicht. Allerdings ist eine auch für österreichische Staatsbürger geltende elektronische Reisegenehmigung (ESTA)  im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (VWP/Visa Waiver Programm) notwendig.

Die Anmeldung müssen Sie selbst vornehmen und  erfolgt über die ESTA-Website (auf Deutsch). Die Gebühr beträgt 14 USD und ist mit Kreditkarte zu bezahlen. Die Registrierung muss mindestens 72 Stunden vor Abflug erfolgen, ist zwei Jahre und für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen gültig. Bitte nehmen Sie die ausgedruckte ESTA-Freigabe mit. Der Ordnung halber sei erwähnt: die Freigabe berechtigt nicht zur Einreise, über die entscheidet der  Grenzbeamte. Üblich sind kurze Befragungen nach Reisezweck, Aufenthaltsdauer und –ort.  Die Einreise am Flughafen Anchorage erfolgt nach unseren Erfahrungen im Vergleich zu anderen Airports wie New York oder Miami relaxed und zügig (auch wenn unsere Gruppe direkt aus Russland ankommt).

Ein (Nichteinwanderungs)Visum ist erforderlich, wenn eine ESTA-Registrierung abgelehnt wurde bzw. für Personen, die sich in Libyen, Somalia, Jemen, im Irak, Iran, Sudan oder in Syrien aufgehalten haben (gültig seit 1.3.2011). Wir verweisen auf die Details der US-Botschaft in Wien.

Wir empfehlen eine rechtzeitige ESTA-  oder Visabeantragung.

Einreise Kanada

Österreichische Staatsbürger benötigen vor einem Flug nach Kanada seit November 2016 eine elektronische Einreisegenehmigung, die Electronic Travel Authorization (eTA). Diese gilt ab dem Ausstellungsdatum für fünf Jahre, sofern nicht vor Ende dieses Zeitraums das bei der Beantragung angegebene Reisedokument ungültig wird. Weitere Informationen über eTA (in deutsch)

Unmittelbar bei Ankunft am Flughafen Vancouver erfolgt die Einreisekontrolle mit Befragung durch kanadische Grenzschutzorgane. Dabei geht es vor allem um ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt und die Zusage, Kanada nach Ende des Besuches wieder zu verlassen (ein eigentlich theoretisches Vorgehen, da unsere Passage-Reisenden im Rahmen einer organisierten Gruppenreise unterwegs sind; inklusive gebuchtem und bestätigten Flugticket Toronto-Österreich).

Wir verweisen auch auf die Reiseinfos des BM für Auswärtige Angelegenheiten

Sicherheit

Das österreichische Außenministerium empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein möglichst sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten und gibt einen weltweiten Sicherheitshinweis. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in ihrem Reiseland informieren, auch zusätzlich zu den von uns angebotenen Infos.

Reisenden wird insbesondere an Bahnhöfen, auf Flugplätzen und Märkten empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität (insb. Gepäck- und Taschendiebstähle) zu treffen.

Individuelle Information und allfällige Tipps erhalten Sie während der Reise von ihrem Passageleiter und den örtlichen Fremdenführern.

Russland

Wie mittlerweile auch in einigen Ländern (West) Europas gilt Sicherheitsstufe 2 (erhöhtes Sicherheitsrisiko).Die russischen Großstädte gelten als relativ sicher, trotzdem sollte nur wenig Bargeld mitgeführt und Wertgegenstände nicht offen zur Schau gestellt werden. Die Fahrten in der Transsibirischen Eisenbahn können nach unserer langjährigen Erfahrung als sicher angesehen werden. Im Zug gibt es eine eigene Bahnpolizei, in den einzelnen Wagons sorgt das Schaffnerteam für entsprechende Sicherheit. Die Abteiltüren sind versperrbar.

USA

Generell gilt die Sicherheitsstufe 1 (guter Sicherheitsstandard). Gerade Alaska ist eine überaus sichere Reiseregion, die für viele US-Städte und Bundesstaaten üblichen Warnungen (zB Kleinkriminalität, Demonstrationen) gelten bei unserem Aufenthalt fast nur theoretisch. Auch ein abendlicher Spaziergang, zB im Stadtzentrum von Anchorage, ist nach unserer Erfahrung ohne Sicherheitsbedenken möglich.

Kanada

Sicherheitsstufe 1. Die Kriminalitätsrate in Kanada ist niedrig, die Sicherheit in den Großstädten ähnlich wie in Mitteleuropa. Toronto gilt als sicherste Stadt Nordamerikas.

Reiseversicherung

Der Abschluss einer möglichst umfassenden Reiseversicherung wird empfohlen (inkl. Reiserücktritt und Rücktransport). Für den Aufenthalt in Russland ist zumindest eine Umfall/Krankenversicherung verpflichtend. Ihr Reisebüro berät Sie gerne.

Einfuhr

In Bearbeitung

Reiseliteratur

Aktuelle Empfehlungen erhalten Sie nach Buchung in der Folgekorrespondenz

Diplomatische Vertretung

Russland

Botschaft: Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau; Telefon:(+7 / 495) 780 60 66

USA/Alaska

Honorarkonsulat: Hotel Captain Cook, 939 West 5th Ave, Anchorage, AK 99501; Telefon:  (+1 / 907) 276 6000-2253

Kanada

Honorargeneralkonsulate in…

Vancouver: 1160-595 Howe Street, Vancouver, BC, V6C 2T5;    Telefon: (+1) 604 687 3338

Toronto: 30 St.Clair Ave.West, Suite 1402, Toronto, Ontario, M4V 3A1; Telefon: (+1 / 416) 967 48 67

Ein offenes Wort

Die Nordost-Passage: ein Abenteuer, aber keine abenteuerliche Reise. Trotzdem: Toleranz und Teamgeist werden vorausgesetzt

Die Nordost-Passage ist – im positiven Sinn – eine außergewöhnliche, einzigartige Reise. Sie ist weit komplexer als eine standardisierte Rund- und Pauschalreise und sorgfältig geplant und organisiert. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass außergewöhnliche Ereignisse Änderungen der Reiseverläufe hervorrufen können. Ausgelöst werden können diese unter anderem durch Naturphänomene (Schlechtwetter, Wetterumschwung, Straßen- und Pistenverhältnisse, Waldbrände, Überschwemmungen), unvorhersehbare, behördliche Eingriffe, höhere Gewalt oder Änderungen/Ausfälle des Transportmittels (zB Bahn- und Flugverspätungen, Buspannen).

Sollten solche Umstände außerhalb unseres Einflussbereichs eintreten sind unsere Passage-Leiter, unsere Agenturpartner und der Veranstalter stets bemüht, die bestmöglichen Alternativen zu finden und durchzuführen. Dies kann Änderungen, Kürzungen oder eine andere Abfolge der Besichtigungen betreffen. Grundsätzlich behalten wir uns organisatorisch notwendige Änderungen des Reiseverlaufs vor. Sollten wichtige Sehenswürdigkeiten, Museen o.ä. geschlossen sein, wird versucht, die Besichtigung an einem anderen Tag/Ort nachzuholen oder durch Tausch der Besichtigungstage zu ermöglichen. Wir setzen voraus, dass unseren Passage-Gästen bewusst ist, dass in den von uns angebotenen Destinationen (zB in Kamtschatka) teilweise ganz andere Gegebenheiten herrschen als bei uns in Österreich.

Wir empfehlen unbedingt, etwas Toleranz, Verständnis und „Gruppengeist“ ins Reisegepäck mitzunehmen. Die Reisedauer, ein teilweise dichtes Programm, längere Flüge und die Zeitverschiebung verlangen gegenseitige Rücksichtname und etwas Disziplin im Sinne und zu Gunsten der Gruppe. Unser Passage-Leiter wird alles dazu beitragen, dass neben den zahlreichen Reiseerlebnissen auch die Reisefreude, der Spaß und das Miteinander Ihre Nordost-Passage zu einer besonderen, ja unvergesslichen Tour  machen.

Bereits Ende April 2018 erhalten alle Reiseteilnehmer spezielle Zusatzinformationen: Packliste, Handgepäck, Ein/Ausfuhr, Stromspannung, Wandern/Trekking, Bahnfahrten (insb. Transsib-Tipps), Stromspannung/Adapter, uvm.

Interessantes

Landbrücke Beringia

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Schamanismus

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Alliierte Zusammenarbeit im Nordpazifik

Ein weitgehend unbekanntes Kapitel des 2.Weltkriegs

Nur Militärhistorikern bekannt ist wahrscheinlich eine besondere Kooperation im Verlauf des 2.Weltkriegs: die militärische Hilfe  und Zusammenarbeit, durch die amerikanische Lastwägen, Güterloks und Kampfflugzeuge über den Pazifik in den russischen Fernen Osten, nach Sibirien und dann weiter an die Front transportiert wurden. Während unserer Nordost-Passage entdecken und besuchen wir einige wichtige Stationen.

Studebaker und US-Dampfloks in Vladivostok

Vladivostok ist auch heute der wichtigste Pazifikhafen Russlands. Beginnend 1941 landeten hier Frachter mit vielen tausenden amerikanischen  Studebaker-LKWs zur Verwendung im Westen Russlands. Nicht weit vom Hafen liegt der bekannte Bahnhof. Von einem der Übergänge erkennt man am Bahnsteig 1 nicht nur den berühmten Transsib-Obelisken (km 9288), sondern ein weiteres Denkmal: die alte Dampflok  EA  3306, 1944 vom Alliierten USA nach sowjetischen Instruktionen gebaut.

                                                      EA  3306 am Bahnhof Vladivostok

Eine von insgesamt 2047 Loks (russische Baureihe E; der Index A bedeutet „amerikanisch“), die aus den Fabriken von Baldwin und ALCo (American Locomotives Company; nahe New York) zur US-Westküste und dann per Schiff über den Pazifik transportiert wurden. Von Vladivostok wurden mit ihnen Güterzüge mit Kriegsgerät, den Studebakers und Lebensmittel an die Ostfront gebracht. Auf einem Gedenkstein aus rotem Granit wird an die aufopfernde Arbeit der Eisenbahner von Primorje während des „Großen Vaterländischen Krieges“ erinnert.

Die Alaska-Sibirien-Route

Blicken wir über den pazifischen Ozean. Im Zentrum von Fairbanks stoßen wir auf ein außerordentliches, unübersehbares Denkmal. Die Einheimischen nennen es „WW II Land Lease-Monument“. Ein amerikanischer und ein sowjetischer Militärpilot, dahinter ein  Propeller und die Fahnen der Vereinigten Staaten, Russlands und Alaskas. Zur Erinnerung an die amerikanisch-russische Militärhilfe im 2.Weltkrieg. An ALSIB, die Alaska-Sibirienroute, über die fast 8000 Kampfflugzeuge vom amerikanischen Great Falls (Montana) über Edmonton nach Fairbanks gebracht wurden. Ab da übernahmen russische (sowjetische) Piloten und brachten die Jäger und Bomber über Jakutsk bis Krasnojarsk und zum Einsatz an die Front.

Scott (der Tourismuschef von Fairbanks; vgl. Blogbeitrag) erzählte mir von der feierlichen Eröffnung des Denkmals an einem Augustsonntag 2006. Einheimische, Besucher und Kriegsveteranen nahmen daran teil. Aber vor allem offizielle Vertreter Kanadas, Frankreichs, Englands sowie Russlands und der USA. Besonders bemerkenswert und Teilnehmer mit sehr positiver Symbolwirkung: der damalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und sein russischer Amtskollege Sergey Ivanov.

Möglicherweise war das Ivanovs letzter Amerikabesuch. Seit 2014 steht er auf der US-Sanktionsliste und hat Einreiseverbot. Wie im Blogbeitrag erwähnt: die Beziehungen sind suboptimal, verbesserungswürdig.

Die Bahnfahrten

Bei unserer Nordost-Passage werden drei Reiseabschnitte in berühmten Zügen zurückgelegt. Sie können so bequem, ohne Zeitdruck und in netter Gesellschaft das Land „erfahren“, die Landschaft(en) beobachten, große Flüsse und Bergpässe überqueren.

Die Transsibirische Eisenbahn (Transsib):

Sie ist wohl eine der berühmtesten Bahnfahrten unserer Zeit. Beginnend in Moskau und endend im fernöstlichen Vladivostok werden  exakt 9288 Kilometer zurück gelegt. Unser Abschnitt führt über 1849km von Novosibirsk nach Irkutsk durch die unendliche Taiga und die Wälder Sibiriens. Standardwagons der Russischen Staatsbahnen (RZhD) mit je neun 4-Bettabteilen mit kleinem Tischchen: Zweiernutzung gegen Aufzahlung möglich. 2 WCs pro Waggon (mit kleinem Waschbecken), Samovar mit heißem Wasser. Speisewagen.

Zar Alexander III. beschloss mit den Worten „Es ist allerhöchste Zeit“ den Bau der Transsibirischen Bahnstrecke. Durch die in den USA und durch Kanada bereits in Betrieb befindlichen transkontinentalen Bahnstrecken stand er unter öffentlichem und wirtschaftlichem Druck. Bald danach, im Mai 1891, wurde zeitgleich im westlichen Tscheljabinsk und durch den Thronfolger (Zarewitsch) Nikolaus im fernöstlichen Vladivostok der Grundstein für das Jahrhundertprojekt gelegt. Der ostchinesische Abschnitt wurde aus Sicherheitsgründen aufgegeben, die Amur-Strecke 1907 begonnen und in neun Jahren fertiggestellt. Damit war die Transsib 1916, nach 25 Jahren Bauzeit, durchgehend auf russischem Gebiet befahrbar. Erst unlängst  haben wir „100  Jahre Transsib“ gefeiert.

Alaska Railroad:

Die Fahrt im Panoramawaggon des „Coastal Classic“ von Anchorage nach Seward bietet atemberaubende Ausblicke auf Meer, Gebirge und Gletscher (184 km). Die Adventure Klasse bietet bequeme Sitze, große Fenster sowie freien Zugang zum Aussichtswagen mit Glaskuppeldach. Snacks und Getränke im Wilderness-Cafe-Bistrowagon. Aufzahlung auf Kategorie „Gold Star“ möglich: separater Sitzwagen mit Panoramadachverglasung und Buffetservice, Zugang zur Outdoor-Aussichtsplattform; eigener Speisewagen; das Frühstück sowie Soft Drinks und 2 alkoholische Getränke sind inkludiert.

Erste Initiativen und Bautätigkeiten gab es bereits ab 1904, um Gold und Kohle aus dem Norden zum Meereshafen Seward zu bringen. Jedoch erst als sich die US-Regierung einschaltete und engagierte, konnten die Bahnabschnitte ausgebaut und verbunden werden. 1923 wurde die bis heute unveränderte Gesamtstrecke zwischen Fairbanks und Seward durch den damaligen Staatspräsidenten Harding eröffnet, er schlug symbolisch den letzten, goldenen Nagel (golden spike) ein. Wir sehen das Denkmal in Nenana am 12.Tag unserer Passage.

The Canadian:

Die Überquerung der Rocky Mountains zwischen Vancouver (vgl. Blogbeitrag) und Edmonton (1059 km) ist zweifellos der Höhepunkt der transkontinentalen Bahnverbindung von VIA Rail Canada zwischen Pazifik und Atlantik. Die Wagons der Economy-Klasse bieten bequeme, breite Sleeper-Sitze (mit Klapptischen) und Zugang zum Skyline-Wagen mit Panorama-Glaskuppel im Obergeschoß sowie Speiseraum- und Lounge-Bereich im Untergeschoß. 2 WCs pro Wagon sowie Vestibül. Aufzahlung auf Kategorie „Sleeper Plus“ auf Anfrage möglich (wir empfehlen möglichst frühzeitige Buchung). Offene Abteile mit 2 bequemen Sitzen, die vom Wagonschaffner für die Nacht in übereinander liegende Betten umgebaut werden. Jeder Wagon hat einen Waschbereich mit Dusche. Die Mahlzeiten sowie nichtalkoholische Getränke sind inklusive. Zugang zum Lounge-Wagen mit freiem Tee/Kaffee, Obst und Gebäck sowie zum Panoramawagon mit Kuppelverglasung.

Vier Jahre nach ihrer Gründung 1867 trat auch British Columbia der kanadischen Föderation bei, allerdings nur unter der Bedingung, dass binnen 10 Jahren eine transkontinentale Bahnverbindung erbaut wird. Der erste Zug aus dem Osten erreichte dann auch 1881 die Ortschaft Granville am Pazifik, die sich danach zu Vancouver und zum wichtigsten Bahnknotenpunkt und Hafen an der Westküste Kanadas entwickelte. Heute ist nach vielen Veränderungen, Übernahmen und Zusammenschlüssen die staatliche VIA Rail der Betreiber des berühmten Fernstreckenzuges „The Canadian“. VIA Rail ist ein Tochterunternehmen von CN, der „Canadian National Railway“. Diese ist die größte Bahngesellschaft Kanadas, mit einem Streckennetz von rund 32 000 Kilometern, das Pazifik und Atlantik verbindet und sogar bis an den Golf von Mexiko reicht.

UNESCO-Welterbe

Die Nordost-Passage bietet zahlreiche Naturhöhepunkte, faszinierende Landschaften, beeindruckende, oft einzigartige Fauna und Flora. Drei dieser Regionen wurden wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit und Ästhetik als Naturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

  1. Der Baikalsee

Der Baikalsee ist mit 25 Millionen Jahren der älteste und mit bis zu 1624 Metern tiefste Süßwassersee unserer Erde, mit einem Fünftel des weltweiten Trinkwasservolumens (ein weiteres Fünftel bilden die Großen Seen im Osten Kanadas). Er hat über 300 Zuflüsse (zB die aus der Mongolei kommende Selenga), aber nur einen Abfluss, die Angara. In Irkutsk wird sie durch einen großen Damm gestaut (für ein Wasserkraftwerk, das in den 1950-er Jahren errichtet wurde), der Stausee reicht bis zum Baikal zurück.

Der  Baikalsee bildet mit seiner Umgebung ein einmaliges Naturgebiet, viele Pflanzen und Tierarten kommen nur hier vor, sind endemisch. Heute gibt es zum Schutz zahlreiche Naturreservate und Nationalparks. In der Siedlung Listvjanka (Lärchendorf), 70 Kilometer von Irkutsk entfernt und am nordwestlichen Ufer gelegen, befindet sich ein Museum, das hervorragende Einblicke in Flora und Fauna und die sensible, erdgeschichtliche Entwicklung des Baikalgrabens vermittelt. Auch zwei putzige Nerpas, die nur im Baikalsee vorkommenden Süßwasser-Robben, sind zu beobachten. Dieses sehr sehenswerte Seekundemusum hat den fast einfachen offiziellen Namen „Limnologisches Institut der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften“.

Die Baikalregion kam 1996 auf die Welterbeliste der UNESCO.

  1. Die Vulkane Kamtschatkas

Es gibt etliche durch Vulkane geprägte Regionen auf unserer Erde. Zwischen Island und Yosemite-Nationalpark, von Bali (zur Zeit der Verfassung dieses Beitrags hochaktuell) bis Neuseeland. Aber die UNESCO fand die Dichte, die Vielfalt der Vulkane auf der Halbinsel Kamtschatka als besonders hervorragend.  Zurzeit sind 29 der insgesamt rund 160 Vulkane aktiv.

Die bekanntesten sind: Kljutchevskoi (mit 4750m der höchste Vulkan Eurasiens), die „Hausvulkane“ der Hauptstadt Avachinsky und Korjaksky, die südlich davon liegenden Viljutschinky, Goreli und schließlich der aktive Mutnovsky Vulkan, den wir bei einem Tagesausflug näher kennenlernen.

Zwischen eurasischer Landmasse und Pazifik zeigt sich auch eine besonders vielfältige, teilweise einzigartige Tierwelt. Nur als Beispiel: in den Flüssen Kamtschatkas leben allein elf verschiedene Lachsarten. Ein Paradies nicht nur für die sich den Pelz für den nächsten Winter vollschlagenden Kamtschatka-Bären, sondern auch für russische und internationale  Hobbyfischer. Und Liebhaber des Lachskaviars (wir verweisen auf den sehr speziellen Programmpunkt am 9. Reisetag).

Aufnahme als UNESCO-Weltnaturerbe: ebenso 1996.

  1. Der Rocky Mountain Park in Kanada

Die Rockies in Kanada sind ein Teil des sich vom südlichen Feuerland bis nach Alaska erstreckenden Kordilleren-Gebirgszuges in den Provinzen British-Columbia und Alberta. Die höchste Erhebung ist der Mount Robson mit 3954m. Der kanadische Rocky Mountains Park umfasst eigentlich vier Nationalparks: Banff, Kootenay, Yoho und schließlich der berühmte Jasper Nationalpark, den wir mit dem „Canadian“ durchfahren und im Hauptort Jasper auch kurz Station machen. Der Jasper NP liegt in der Provinz Alberta und ist flächenmäßig der größte der vier. Schon bei der Bahnfahrt könnte sich mit etwas Glück  die Gelegenheit bieten, verschiedene Tierarten wie Bergziege, Elch, Maultierhirsch oder vielleicht sogar Grizzly oder Schwarzbär in freier Wildbahn zu sehen. Überhaupt nicht scheu und  vielleicht sogar in Jasper anzutreffen sind die Wapiti-Hirsche. Die Bergtäler, Canyons, Gletscher, Eisfelder, Wasserfälle und Seen sind außergewöhnlich beeindruckend.

Die Aufnahme als Naturerbe in die Welterbeliste der UNESCO erfolgte bereits 1984.

      4. Die Pizza?

Vielleicht geht sich bis Sommer 2018 noch ein neues Weltkulturerbe aus. Allerdings ein immaterielles (wie in Österreich zB das Wiener Kaffeehaus, die steirische Lipizzanerzucht oder die Linzer Goldhaube; in Deutschland zB die Brotkultur, der rheinische Karneval und der ostfriesische Tee): die italienische Pizza. Über zwei Millionen Unterschriften sind schon gesammelt (Kurier vom 29.11.2017).

Die beste Margherita von Petropavlovsk (um preiswerte 520.- Rubel/ ca € 5,50 in der tellerüberlappenden Version) gibt es in der Pizzeria „Malino“ im Stadtzentrum. Die nordamerikanische Pizza scheint immateriell weniger schützenswert, wahrscheinlich wegen ihres hochmateriell dicken (und dickmachenden) Teiges. Freunde der neapolitanischen Pizza finden auch im kanadischen Abschnitt unserer Passage Lokalitäten, etwas das „Nicli Antica“ in der Gastown Vancouvers oder das „Terrino“, (natürlich) im „Little Italy“-Viertel von Toronto. In Anchorage haben wir nichts Außergewöhnliches gefunden (außer zweifelhafte Karibu-Marinara bei „Uncle Joe“), aber beim dortigen Abendbummel stehen kulinarisch wahrscheinlich sowieso Lachssteak- und Krabbengerichte im Vordergrund.

Alaska Purchase – wer ist Edi Stöckl?

Der Verkauf Alaskas: links (sitzend) US-Außenminister Seward, rechts (stehend) Russlands Gesandter Eduard Stöckl

2017 gab es zahlreiche Jubiläumsfeiern zum 150.Jahrestag des Alaska-Verkaufs an die USA. Der in Geldnöten befindliche Zar Alexander II. erhielt für Russisch-Amerika „nur“ 7,2 Millionen Dollar, die Amerikaner jammerten und spotteten über dieses Geschäft. Dann wurde Gold und später Öl entdeckt (auf beides stoßen unsere Passage-Reisenden in Fairbanks/siehe Blogbeitrag). Und dass das damals unwirtliche Land einmal touristisches Paradies werden würde, konnte man sich Mitte des 19.Jahrhunderts nicht vorstellen.

Eine für unsere Nordost-Passagiere fast dringende Frage können wir hier beantworten: wer ist Edi Stöckl? Edi ist für unsere Passage nicht nur die Verbindung zwischen Russland und Amerika, sondern auch mit Österreich. Schließlich war er der Sohn eines altösterreichischen Beamten (geb. 1804), der nicht nur weit gereist ist, sondern es auch weit gebracht hat. Als Diplomat in russischen Diensten war er Generalkonsul auf den Sandwich-Inseln (das von James Cook entdeckte Königreich; heute Hawaii). Danach, schon bedeutend wichtiger, wurde er russischer Gesandter in Washington, stieg später sogar zum Minister des Zaren auf. Als Baron Edouard de Stoeckl (auf russisch Eduard Andrejevitsch Stekl) war er Minister für Russisch-Amerika und führte die Verhandlungen über den Verkauf Alaskas mit dem US-Staatssekretär (Außenminister) William H. Seward. 1867 wurde Alaska verkauft. Am 10.Oktober wurde in der damaligen Hauptstadt Sitka die Zarenfahne eingeholt und das Sternenbanner gehisst, seit damals ist der “Alaska-Day” Feiertag.

Nach Seward wurde die Hafenstadt auf der Kenai-Halbinsel benannt (vgl. Tag 13 im Reiseprogramm). Von Orten wie Steklinsk oder Edigrad in Russland haben wir leider noch nichts gehört.

Blogbeitrag zum Alaska-Day… >>>

Nordost-Passage – Personenregister

folgt in Kürze

Wo ist die Zeit geblieben?

1984 hat Amerika die Alaska-Zeit bis an die Datumsgrenze in der Beringstraße ausgedehnt. Somit gibt es dort statt -11 nur mehr -9 Stunden Zeitdifferenz zur Greenwich-Zeit (UTC-Time). Abgesehen davon, dass UTC-12 sowieso fehlt. Seit 2010 Russland UTC+12, also die ganz im russischen Fernen Osten geltende Zeitzone, abschaffte, fehlen auf beiden Seiten der Beringstraße insgesamt 4 Stunden…

Noch viel mehr Zeit haben die Einwohner Alaskas beim Verkauf durch Russland an die Vereinigten Staaten 1867 verloren, nämlich 11 Tage. Durch den Wechsel vom (russischen) julianischen auf den (westlich) gregorianischen Kalender. Im Zarenreich galt die julianische Zeitrechnung danach noch 50 Jahre (bis zur Oktoberrevolution/25.10.1917). Die für uns somit eine Novemberrevolution war und am 7.11., heuer genau vor 100 Jahren stattfand. Drei Monate später galt auch in Russland der gregorianische Kalender.

Wenn Sie sich intensiver mit den Eigenarten und Besonderheiten der Datumsgrenze und der Zeitzonen beschäftigen oder sich einfach noch mehr verwirren lassen wollen, empfehlen wir die Internetseite des Schweizers Siegfried Wetzel.

Zum besseren Verständnis haben wir die einzelnen Zeitzonen schon im Reiseprogramm entsprechend erwähnt und auch die Differenzen zu Österreich angeführt. Unsere Passage-Reisenden verlieren beim Flug über die Datumsgrenze keine Zeit. Im Gegenteil, der Reisetag hört fast nicht auf. Sie fliegen am Montag  Abend von Petropavlovsk/Kamtschatka in ca. vier Stunden Richtung Osten nach Anchorage/Alaska. Dort kommen sie am selben Tag morgens an, der Montag beginnt von Neuem. Ein weiterer, kleiner Vorteil: wir haben für Sie zweimal Frühstück bestellt.

Noch eine Zeitkonfusion

Allgemein und in ganz Russland gilt auf den Bahnhöfen, im Zug und natürlich auch im Fahrplan ausschließlich die Moskauer Zeit (MESZ+1). Wenn Sie kurz nach Mitternacht von Novosibirsk abfahren, zeigt die Bahnhofsuhr 4 Stunden weniger als die lokalen Uhren. Und wenn Sie am späten Vormittag gut ausgeschlafen und nach einem kräftigen Speisewagenfrühstück in Irkutsk ankommen, ist es auf der Bahnhofsuhr erst frühmorgens, der Zeitunterschied zu Moskau ist auf 5 Stunden angewachsen. Ein kleiner Tipp: unsere Passageleiter haben immer zwei Uhren bei sich.

Gefühlte Zeit

Nicht zufällig erinnert unser „In 18 Tagen um die Welt“ an den berühmten Roman von Jules Verne. Dessen Held, der Engländer Phileas Fogg (begleitet von Diener/„Passageleiter“ Passepartout), brauchte  allerdings 80 Tage für seine Weltumrundung. Die ihn ebenso von Ost nach West und somit über die Datumsgrenze führte. Eigentlich hätte ihm der „gewonnene“ Tag schon bei Ankunft in San Francisco auffallen müssen und nicht erst bei seiner  Rückkehr nach London. Aber vielleicht hatte er durch seine bezaubernde Reisebegleiterin auch sein Zeitgefühl verloren.

Russland

Vladivostok

Kamtschatka

Sibirien